Insolvente Baumarktkette: Rettung von Max Bahr rückt einen weiteren Schritt näher

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Insolvente Baumarktkette: Rettung von Max Bahr rückt einen weiteren Schritt näher

Die Rettung von 73 Max Bahr-Baumärkten ist einen weiteren Schritt näher gerückt. Der Gläubigerausschuss hat dem Vertrag zwischen dem Insolvenzverwalter und dem Bieterkonsortium um Hellweg zugestimmt.

Die 3600 Mitarbeiter von Max Bahr müssen dennoch noch bis zu zehn Tage um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zittern. Ein Streit mit dem Vermieter von 66 der 73 Max-Bahr-Märkte verzögert Verhandlungskreisen zufolge die Übernahme der Baumarktkette durch ein Konsortium um den Konkurrenten Hellweg. Deshalb habe die Gläubigerversammlung die Entscheidung am Montag nach sechs Stunden vertagt, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Das Dortmunder Familienunternehmen Hellweg, das sich unter anderem mit dem Ex-Chef von Max Bahr, Dirk Möhrle, verbündet hat, habe noch bis zum 15. November Zeit, eine Einigung mit der britischen Royal Bank of Scotland (RBS) zu erzielen.
Der RBS waren die Immobilien zugefallen, weil die Bank Gläubiger eines Pleite gegangenen Fonds (Moor Park) ist, dem die Märkte gehörten. Nun bangt RBS um die Finanzkraft des künftigen Betreibers - schließlich sollen die Immobilien später wieder verkauft werden, was mit einem solventen Mieter leichter ist.

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Für zahlreiche Max-Bahr-Standorte gibt es andere Interessenten. Finanzkreisen zufolge hat die RBS angeboten, die Mieten auf 46 Millionen von 53 Millionen Euro im Jahr zu senken. Max Bahr war in den Strudel der Pleite seiner Muttergesellschaft Praktiker gerissen worden. Im Inland ist Max Bahr der einzige Konzernteil, der eine Überlebenschance hat.
Mit den Banken und Kreditversicherern sei sich das Hellweg-Konsortium inzwischen einig geworden, hieß es in den Kreisen. Zur Commerzbank, der IKB, der WGZ und der Volksbank Dortmund sei nun die Frankfurter Helaba gestoßen, die fünf stellen einen Kredit von mehr als 60 Millionen Euro. Auch die Warenkreditversicherung, die im Handel zur Finanzierung des Lagerbestands unabdingbar ist, sei gesichert. Euro Delkredere und Zurich stellten die Versicherung, sagten zwei der Insider. Insgesamt braucht Hellweg 120 Millionen Euro für die Übernahme, davon 40 Millionen Eigenkapital.
Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder und die Beteiligten wollten sich am Dienstag nicht zu den Informationen äußern.

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