Insolvenzantrag: Müller-Brot ist pleite

Insolvenzantrag: Müller-Brot ist pleite

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In den Produktionsanlagen der Großbäckerei Müller-Brot wurden Schimmel und tote Mäuse gefunden. Daraufhin verhängte die bayrische Lebensmittelkontrolle am 30 Januar ein Produktionsstopp.

Der zweiwöchige Produktionsstopp hat den Traditionsunternehmen in die finanzielle Enge getrieben. Ob die Bäckerei teilweise die Produktion wieder aufnehmen kann, ist noch unklar. In Bayern mussten zwei weitere Ketten ihre Produktion einstellen.

Es ist das Ende einer kulinarischen Institution aus Bayern: Die Großbäckerei Müller-Brot hat Insolvenz beantragt.
Der Produktionsstopp, den die bayrische Lebensmittelkontrolle im Zuge des bayrischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) verordnet hatte, hat dem Bäckereibetrieb das Genick gebrochen. „Der Produktionsstillstand in Folge der Hygieneprobleme in Neufahrn hat zu einem deutlichen Umsatzeinbruch geführt. Dies hat die Geschäftsführung der Müller-Brot gezwungen, Insolvenzantrag zu stellen“, gab das Unternehmen in Neufahrn bei München als Grund an.

Am Freitag wollte das Unternehmen Müller-Brot die Wiederaufnahme der Produktion wieder aufnehmen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Hubert Ampferl habe die erforderliche Zustimmung zur Freigabe der notwendigen Gelder gegeben. Dazu liefen nach Unternehmensangaben die Vorbereitungen „auf Hochtouren“.

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Ob es dazu kommt ist es allerdings fraglich. Die Hygienekontrolle verzögerte sich zunächst am Freitag. Diese ist für die Wiederaufnahme der Produktionsanlage erforderlich. Auf Wunsch des Unternehmens wurde die Prüfung um mehrere Stunden verschoben worden, sagte eine Sprecherin des zuständigen Landratsamtes Freising.

Produktionsstopp bei zwei weiteren Bäckereiketten

Am 30. Januar hatte die Bäckerei wegen Hygieneproblemen ihren Betrieb einstellen müssen. Seitdem wurden alle Maschinen in der Brotfabrik auseinandergenommen und gereinigt. Seit 2009 hat das LGL immer wieder Schmutz und Schaben gefunden. Teigmischungen und Lebensmittel seien deshalb immer wieder vernichtet worden.

Der Umsatz brach ein, weil auch Großkunden wie Lidl und Aldi die Produkte aus ihren Regalen verbannten. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Müller-Brot, dessen 1100 Mitarbeiter jetzt um ihre Arbeitsplätze bangen müssen.

Unterdes wurde in Bayern eine zweite Bäckereikette wegen Insekten und Schimmel geschlossen.
Zugleich wurde ein weiterer Hygieneskandal bei einer bayerischen Bäckereikette publik: Das Landratsamt Regensburg ordnete einen sofortigen Produktionsstopp bei Biendl und Weber in Donaustauf an.

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