Insolvenzantrag: Schlecker-Nachfolger Dayli ist pleite

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Insolvenzantrag: Schlecker-Nachfolger Dayli ist pleite

, aktualisiert 04. Juli 2013, 12:24 Uhr
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Rudolf Haberleitner, Geschäftsführer des österreichischen Unternehmens Dayli.

Die Drogeriekette Dayli ist insolvent. Zuletzt war der für Mai geplante Start der Filialen in Deutschland auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Mehr als 3000 Arbeitnehmer sind betroffen. Schlecker-Insolvenzverwalter Geiwitz wartet auf sein Geld.

Noch vor dem geplanten Deutschland-Start ist der österreichische Schlecker-Nachfolger Dayli insolvent: Die TAP dayli Vertriebs GmbH mit Sitz in Pucking hat am Donnerstag am Landesgericht Linz einen Antrag auf Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingebracht. Das bestätigte ein Sprecher des Gerichts.

Laut Dayli sind 3468 Arbeitnehmer betroffen. Wie viele Angestellte nun ihre Arbeitsplätze verlieren, ist noch unklar. Die Fortführung der Firma sei geplant.

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Auch was die Pleite für die ehemaligen Schlecker-Filialen in Deutschland bedeutet, die Dayli wiederbeleben wollte, ist ungewiss. Die Firma zögerte die Eröffnung der ersten Shops in Deutschland immer wieder hinaus. Ursprünglich war die erste Testphase für Mai geplant.

„Gründe für die Insolvenz sind unter anderem, dass Teile des Nahversorger-Konzepts nicht wie geplant umgesetzt werden konnten“, teilte Dayli über eine Kommunikationsagentur mit. In Österreich gab es zuletzt Streit um die Sonntagsöffnung, die Dayli nicht umsetzen durfte. „Die dadurch verursachte öffentliche Diskussion führte zur Verunsicherung von potenziellen Investoren“, heißt es in der Mitteilung.

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Die Beteiligungsgesellschaft TAP 09 von Firmenchef Rudolf Haberleitner hat Dayli kurz vor dem Antrag bei Gericht an Martin Ziegers ICU Unternehmensberatung GmbH abgetreten.

Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz wartet nach der Dayli-Pleite auf sein Geld. Branchenkreisen zufolge hat er noch Forderungen von 4,6 Millionen Euro an den österreichischen Investor Rudolf Haberleitner, der bislang hinter Dayli stand. Haberleitner soll Schlecker-Österreich 2012 für 7 Millionen Euro gekauft haben. Ein Geiwitz-Sprecher äußerte sich zur Höhe des Kaufpreises nicht, bestätigte aber, dass bereits erste Raten gezahlt worden seien. Eine Ratenzahlung, die Ende Juni fällig gewesen wäre, habe der Insolvenzverwalter allerdings bisher nicht bekommen. Sorgen um sein Geld muss sich Geiwitz aber nicht machen: „Unsere Forderungen sind gesichert“, sagte sein Sprecher.

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