Der Düsseldorfer Reiseveranstalter GTI und das Unternehmen Buchmal Reisen haben am 3. Juni ihre Zahlungsunfähigkeit erklärt. Zuvor waren Gespräche des Unternehmens mit Banken in Ankara gescheitert. Zu diesem Zeitpunkt waren rund 5000 GTI-Urlauber im Ausland - ganz überwiegend in der Türkei - unterwegs. Ein rechtlich zulässiger Insolvenzantrag des Unternehmens lag aber auch am Donnerstag beim Düsseldorfer Amtsgericht noch nicht vor. Den am Mittwoch vorgelegten Antrag von GTI Travel hatte das Gericht wegen formaler Mängel gerügt. Unter anderem fehlten Unterschriften. Nun seien die Anwälte dabei nachzubessern, sagte ein Gerichtssprecher. Er konnte aber nicht sicher sagen, ob es noch vor dem Wochenende einen zulässigen Antrag geben werde. Ohne Feststellung der Insolvenz kann die Reiseversicherung nicht zahlen. Das trifft die Kunden, die ihren Urlaub bei GTI bereits bezahlt haben, aber noch nicht abgereist sind. Nach Einschätzung von Fachleuten kann es Monate dauern, bis sie ihr Geld zurückbekommen.