Karstadt: Bonusprogramm von Karstadt-Managern umstritten

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Karstadt lädt zur Krisensitzung nach Essen.

von Henryk Hielscher

Während die Mitarbeiter des angeschlagenen Warenhauskonzerns Karstadt bis 2015 auf tarifliche Lohnerhöhungen verzichten sollen, können Unternehmenschef Andrew Jennings und seine Geschäftsführer auf Bonuszahlungen hoffen, die ihre Fixgehälter verdoppeln könnten. Das geht aus einer internen „Zielvereinbarung der Geschäftsführung“ hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegt.

Konkrete Summen werden darin nicht genannt. Doch schon bei der Diskussion im Aufsichtsrat sorgte der so genannte „Short Term Incentive Plan“ für Aufregung. Laut Protokoll kritisierten Vertreter der Gewerkschaft Verdi, das „Bonifizierungsprogramm“ sei „nicht nachvollziehbar, wenn man berücksichtige, dass die Karstadt-Gruppe kein positives Ergebnis erziele“. Aufsichtsratschef Jared Bluestein argumentierte dagegen: „Gerade in der Turnaround-Phase müsse jede Verbesserung des Unternehmensergebnisses gewürdigt werden“. Ob es tatsächlich zur Auszahlung, der in Aussicht gestellten Prämien kommt, ist jedoch fraglich. Laut der Zielvereinbarung vom 30. November 2012 sind die Boni an die Einhaltung wirtschaftlicher Kenngrößen wie den bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) geknüpft. „Keiner rechnet mit Bonuszahlungen“, heißt es angesichts des zuletzt schleppenden Geschäftsgangs im Umfeld des Managements.

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