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Karstadt-Häuser: Berggruen widerspricht Verkaufsgerüchten

Einem Medienbericht zufolge soll es Pläne zum Verkauf der Karstadt-Premiumhäuser geben. Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen bestreitet das jetzt. Derartige Absichten gäbe es nicht.

Karstadt betreibt aktuell 86 Waren- und 26 Sporthäuser und das Internetportal Karstadt.de. Das Unternehmen beschäftigt rund 25.000 Mitarbeiter. Bei dem insolvenzbedingten Umbau kämpfe der Warenhauskonzern mit konjunkturellem Gegenwind. Karstadt-Chef Andrew Jenning will nun voll in die Optimierung des Sortiments einsteigen und Waren aus dem Sortiment nehmen. „Wir werden nicht mehr Unmengen, sondern die richtigen Produkte
anbieten", sagte er.

Bild: dpa

Der Warenhauskonzern Karstadt hält weiter an seinen Premiumhäusern wie das KaDeWe in Berlin oder das Oberpollinger in München fest. Es gebe keine Verkaufsabsicht für die Premiumhäuser, sagte ein Sprecher des Karstadt-Eigners Nicolas Berggruen am Sonntag und wies damit einen Bericht des „Spiegel“ zurück. „Das ist alles aus der Luft gegriffen“, sagte er.

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Dem Nachrichtenmagazin zufolge soll der Aufsichtsratschef des Unternehmens, Jared Bluestein, derzeit persönlich sowohl mit der Qatar Holding, der Investmentfirma des Emirats Katar, als auch mit dem kanadischen Familienunternehmen George Weston Limited über einen möglichen Verkauf verhandeln.

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Qatar Holding hatte 2010 das britische Kaufhaus Harrods erworben. George Weston Limited gehören die britische Kaufhäuser Selfridges. Zudem werde ein Verkauf der Karstadt-Sporthäuser erwogen. Als Interessent gilt laut „Spiegel“ der zur Otto Group gehörende Sportscheck. Auch dies wies der Berggruen-Sprecher zurück.

Starker Jobabbau

Der Milliardär Nicolas Berggruen hatte die Karstadt-Warenhäuser 2010 aus der Insolvenz heraus übernommen und versprochen, den Konzern als Ganzes zu erhalten. Mitte Juli hatte Karstadt-Chef Andrew Jennings bekannt gegeben, bis Ende 2014 etwa 2000 der rund 25.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen.

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Durch die Stellenstreichungen will Jennings den Warenhauskonzern wieder auf Wachstumskurs bringen. Unter den herausfordernden Marktbedingungen der Euro-Krise müsse Karstadt seine Strukturen und Prozesse vereinfachen und damit langfristig auf die passende Größe gebracht werden, hatte es zur Begründung geheißen.

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte den Jobabbau scharf. Nicht Stellen müssten gestrichen werden, um Karstadt auf die Höhe der Zeit zu bringen, sondern die Warenhäuser müssten schneller modernisiert werden.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 06.08.2012, 09:56 Uhractor

    Berggruen lügt.Er ist ein knallharter Geschäftsmann,der dort unter allen Umständen verdienen will,wo es eben möglich ist.Ende September läuft die zweijährige Haltefrist für ihn ab. Dann kann er verkaufen oder Gels aus "seinem" Unternehmen abziehen. Bei einem eventuellen Verkauf der Premiumhäser zahlt der "Retter von Karstadt" übrigens keinen einzigen Cent Steuern, da sowohl die Premium-als auch alle anderen Karstadthäuser mittlerweile einer Briefkastenfirma in Amsterdam und diese widerrum einer Holding auf den niederländischen Antillen gehören.

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