Bild: dpaKarstadt betreibt aktuell 86 Waren- und 26 Sporthäuser und das Internetportal Karstadt.de. Das Unternehmen beschäftigt rund 25.000 Mitarbeiter. Bei dem insolvenzbedingten Umbau kämpfe der Warenhauskonzern mit konjunkturellem Gegenwind. Karstadt-Chef Andrew Jenning will nun voll in die Optimierung des Sortiments einsteigen und Waren aus dem Sortiment nehmen. „Wir werden nicht mehr Unmengen, sondern die richtigen Produkte
anbieten", sagte er.
Bild: dpa22 der 120 Filialen seien im vergangenen Jahr bereits modernisiert worden, sagte Jennings. In den nächsten 18 Monaten sollen in allen Filialen die Unterhaltungselektronik-Abteilungen aufgelöst werden. „Es wird ein Marathon, kein Sprint.“
Bild: APKonkret heißt das: Karstadt-Kunden werden zum Fernseher kaufen ein anderes Geschäft aufsuchen müssen. Gleiches gilt für...
Bild: AP...DVDs, Computer und CDs.
Bild: dpaAußerdem sollen die Buchabteilungen in den Karstadt-Häusern auf den Prüfstand. Von Streichungen ist bislang aber noch nicht die Rede.
Bild: dpaStattdessen wolle man andere Produktbereiche stärken. „Wir fokussieren uns auf Mode, Wohnen, Sport und Personality, also Schmuck, Uhren, Kosmetik“, sagte Jennings.
Bild: dpaAllerdings soll das Modesortiment reduziert werden, jedes fünfte Teil fliegt raus. "Der Händler muss für seine Kunden eine sinnvolle Vorauswahl treffen, die das Einkaufen erleichtert", sagt Jennings. Was beim Kunden nicht ankomme, solle schneller als bisher ausgelistet werden.
Bild: REUTERSDas KaDeWe in Berlin oder das Alsterhaus in Hamburg liefen bereits gut, Karstadt müsse sich auf die Mitte konzentrieren. „Wir legen unseren Fokus auf die Warenhäuser. Hier liegen die Herausforderungen, hier liegt der Schlüssel zum Erfolg“, so Jennings.
Bild: APAuf der einen Seite mehr, auf der anderen weniger: In den Warenhäusern streicht Jennings das Angebot zusammen, mit Karstadt Sports expandiert der Konzern. Neue Sport-Warenhäuser gibt es in Wiesbaden und Göttingen.
Karstadt betreibt aktuell 86 Waren- und 26 Sporthäuser und das Internetportal Karstadt.de. Das Unternehmen beschäftigt rund 25.000 Mitarbeiter. Bei dem insolvenzbedingten Umbau kämpfe der Warenhauskonzern mit konjunkturellem Gegenwind. Karstadt-Chef Andrew Jenning will nun voll in die Optimierung des Sortiments einsteigen und Waren aus dem Sortiment nehmen. „Wir werden nicht mehr Unmengen, sondern die richtigen Produkte
anbieten", sagte er.
Der Warenhauskonzern Karstadt hält weiter an seinen Premiumhäusern wie das KaDeWe in Berlin oder das Oberpollinger in München fest. Es gebe keine Verkaufsabsicht für die Premiumhäuser, sagte ein Sprecher des Karstadt-Eigners Nicolas Berggruen am Sonntag und wies damit einen Bericht des „Spiegel“ zurück. „Das ist alles aus der Luft gegriffen“, sagte er.
Dem Nachrichtenmagazin zufolge soll der Aufsichtsratschef des Unternehmens, Jared Bluestein, derzeit persönlich sowohl mit der Qatar Holding, der Investmentfirma des Emirats Katar, als auch mit dem kanadischen Familienunternehmen George Weston Limited über einen möglichen Verkauf verhandeln.
Qatar Holding hatte 2010 das britische Kaufhaus Harrods erworben. George Weston Limited gehören die britische Kaufhäuser Selfridges. Zudem werde ein Verkauf der Karstadt-Sporthäuser erwogen. Als Interessent gilt laut „Spiegel“ der zur Otto Group gehörende Sportscheck. Auch dies wies der Berggruen-Sprecher zurück.
Starker Jobabbau
Der Milliardär Nicolas Berggruen hatte die Karstadt-Warenhäuser 2010 aus der Insolvenz heraus übernommen und versprochen, den Konzern als Ganzes zu erhalten. Mitte Juli hatte Karstadt-Chef Andrew Jennings bekannt gegeben, bis Ende 2014 etwa 2000 der rund 25.000 Arbeitsplätze abbauen zu wollen.
Durch die Stellenstreichungen will Jennings den Warenhauskonzern wieder auf Wachstumskurs bringen. Unter den herausfordernden Marktbedingungen der Euro-Krise müsse Karstadt seine Strukturen und Prozesse vereinfachen und damit langfristig auf die passende Größe gebracht werden, hatte es zur Begründung geheißen.
Die Gewerkschaft Verdi kritisierte den Jobabbau scharf. Nicht Stellen müssten gestrichen werden, um Karstadt auf die Höhe der Zeit zu bringen, sondern die Warenhäuser müssten schneller modernisiert werden.


























