Keks-Klau: Von Keksen, Schimpansen und George Clooney

Keks-Klau: Von Keksen, Schimpansen und George Clooney

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Anonyme Keks-Guerrillas haben das Wahrzeichen des Gebäckherstellers Bahlsen, ein 100 Jahre alter und 20 Kilogramm schwerer goldfarbener Keks, von der Fassade der Bahlsen-Zentrale in Hannover geklaut.

von Mark Fehr

Der Keks-Klau beim Bahlsen-Konzern ist vielleicht nur der Anfang. Mit etwas Phantasie sind noch schrägere Aktionen durchgeknallter Aktivisten auf die Wahrzeichen von Unternehmen denkbar. Hauptsache, die Chefs nehmen es mit Humor.

Selbst die gewieftesten Strategen dürften mit einer solchen Attacke nicht gerechnet haben. Kurz nachdem der goldglänzende Keks über dem Eingang der Bahlsen-Zentrale in Hannover verschwunden war, flatterte ein Bekennerschreiben ein – allerdings nicht bei dem bekannten Backwarenhersteller selbst, sondern in der Redaktion der Lokalzeitung.

Das Unternehmen solle Kekse an ein örtliches Kinderkrankenhaus spenden (Vollmilch!), wenn es sein Firmenschild wiedersehen wolle, fordern die ominösen Absender unter dem Pseudonym Krümelmonster. Der schwarze Humor hinter dieser Aktion dürfte Bahlsen-Chef Werner Michael Bahlsen gehörig auf den Keks gehen – das stark strapazierte Wortspiel wird an dieser Stelle übrigens garantiert nicht nochmal verwendet, versprochen.

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Bahlsen-Wahrzeichen geklaut Hannover sucht den goldenen Leibniz-Keks

Das Wahrzeichen des Gebäckherstellers Bahlsen, ein 100 Jahre alter und 20 Kilogramm schwerer goldfarbener Keks, wurde geklaut. Die Polizei steht vor einem Rätsel, die Firma setzte eine Belohnung aus.

Diebe haben den etwa 20 Kilogramm schweren vergoldeten Keks der Firma Bahlsen gestohlen. Quelle: dpa

Was den Unternehmenslenker so nerven dürfte, ist die Tatsache, dass sich die renommierte Marke unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit trefflich öffentlich vorführen lässt. Die anonymen Keks-Guerrillas haben diese Verwundbarkeit offenbar erkannt und geschickt ausgenutzt. Derweil dürften die PR-Strategen bei Bahlsen hektisch in ihren Schubladen wühlen und fleißig Belege dafür heraussuchen, dass der Kekskonzern auch vor der skurrilen Erpressungsaktion bereits aus eigenem Antrieb zahlreiche wohltätige Zwecke gefördert hat.

Die Kollegen in anderen Unternehmen sollten nun genau beobachten, wie Bahlsen auf die unangenehme Situation reagiert, denn man kann nicht ausschließen, ob der Fall schnell Schule macht. Mit etwas Phantasie sind noch deutlich geschmackloserer Satire-Aktionen nach dem Vorbild der Keks-Attacke denkbar. Daher sei Trigema-Eigner Wolfgang Grupp hier schon mal augenzwinkernd empfohlen, seinen berühmten Schimpansen schnellstens unter zu Personenschutz stellen.

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