Kik-Attacke: Esprits Konter via Facebook

Kik-Attacke: Esprits Konter via Facebook

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Ungewöhnliche Social-Media-Kampagne. Kunden die bei Kik Esprit-Ware kaufen bekommen den Kaufpreis erstattet und einen Gutschein.

von Peter Steinkirchner und Henryk Hielscher

Das börsennotierte Mode-Unternehmen Esprit aus Ratingen setzt die eigene Fanseite beim sozialen Netzwerk Facebook ein, um auf ungewollte Schnäppchenangebote seiner Produkte beim Bekleidungs-Discounter Kik zu reagieren.

Kunden, die mit einem bei Kik gekauften Teil in einen Esprit-Shop gehen, bekommen für einige Tage den Kaufpreis für den Artikel ausgezahlt sowie einen 10-Euro-Einkaufsgutschein für Esprit. Das Team um Vorstandschef Ronald van der Vis versucht so, einen möglichen Imageschaden für die Marke abzuwenden. Der droht, nachdem Kik in der vergangenen Woche in Zeitungen damit geworben hatte, Esprit-Ware wie T-Shirts und Hosen ab 7,99 Euro zu verkaufen. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was die Markenartikel, die offenbar aus Restposten vergangener Kollektionen bestehen, zuvor im Fachhandel kosteten. Anfang Mai hatte bereits der Discounter Penny mit Esprit-Kleidung gelockt.

Die Billig-Angebote treffen Esprit zur Unzeit, denn der Konzern mit einem Umsatz von drei Milliarden Euro steckt in einer Krise. Eine direkte rechtlich Handhabe gegen die beiden Anbieter hat Esprit offenbar nicht, da diese die Ware über Zwischenhändler gekauft hatten. Üblicherweise verkauft die Mode-Branche ihre Restposten in eigenen Outlets oder an Großhändler, die die Ware in festgelegten Märkten anbieten. Für Kik scheint sich der Coup zu rechnen. „Die Leute stehen Schlange“, sagt eine Sprecherin. Woher die Esprit-Ware stammt, ließ sie offen.

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Alle Verträge mit Lieferanten seien im Vorfeld aber rechtlich geprüft worden, zudem hätten sich die Ratinger auch noch nicht beschwert. Auch in Zukunft plant der Discounter den Verkauf von Markenware als Sonderposten. Dem Vernehmen nach sind in diesem Jahr bis zu drei weitere Aktionen geplant. Welche Marken der Billigheimer dabei ins Visier nimmt, ist noch offen. Die Kik-Sprecherin: „Wir sind immer für eine Überraschung gut“.

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