Klage in USA: Anheuser-Busch soll Bier mit Wasser gestreckt haben

Klage in USA: Anheuser-Busch soll Bier mit Wasser gestreckt haben

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Bier-Gigant Anheuser-Busch soll unter anderem seine Marke Budweiser mit Wasser gestreckt haben.

Der Brauerei-Riese Anheuser-Busch InBev sieht sich in den USA mit einer Klage konfrontiert: Biermarken wie Budweiser sollen mit Wasser verlängert worden sein. Ein Ex-Angestellter brachte den Stein ins Rollen.

Wegen des angeblichen Verdünnens von Bier ist in den USA eine Verbraucherklage gegen den weltgrößten Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev eingegangen. Wie die Anwälte der Kläger am Dienstag mitteilten, wird dem Brauer zur Last gelegt, Budweiser-Bier und andere alkoholische Getränke mit Wasser gestreckt zu haben, um höhere Profite zu erzielen. Auf den Etiketten sei ein falscher Alkohol-Gehalt ausgewiesen worden. Anheuser wies die Vorwürfe zurück.

Eine Klage sei bereits am Freitag an einem Bundesgericht in San Francisco eingereicht worden, sagten die Anwälte. Weitere Klagen sollten noch in dieser Woche folgen. Der Tipp über die falschen Informationen auf den Etiketten sei von ehemaligen Angestellten des Konzerns in den USA gekommen. Einige hochrangige Anheuser-Mitarbeiter hätten zudem bestätigt, dass es zur Unternehmenspolitik gehöre, Premiummarken mit Wasser zu verlängern.

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In Deutschland ist der Brauer mit den Marken Beck's, Hasseröder und Löwenbräu vertreten. Er hat seinen Hauptsitz in Belgien.

Am Mittwoch legte Anheuser-Busch auch Geschäftszahlen und Prognosen vor. Der Bierbrauer rechnet in diesem Jahr mit einem schwachen Start in seinen wichtigen Absatzmärkten USA und Brasilien. In den Vereinigten Staaten drücke der harte Winter auf die Nachfrage, teilte der Branchenprimus am Mittwoch mit. Zugleich hätten die Verbraucher weniger Geld in der Tasche. In Brasilien mache sich unter anderem das feuchte Wetter bemerkbar. Im gesamten Jahr rechnet Anheuser in Brasilien aber mit einem Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Aktie des Konzerns tendierte kurz nach Handelsstart knapp ein Prozent im Minus.

Im Schlussquartal 2012 stieg das Ergebnis im Kerngeschäft (Ebitda) vergleichbar gerechnet um knapp zehn Prozent auf 4,39 Milliarden Dollar, lag damit aber knapp unter den Erwartungen von Analysten. Vor einer Woche hatte sich der niederländische Brauerei-Konzern Heineken trotz des gesunkenen Bier-Absatz in den durch die Schuldenkrise gebeutelten europäischen Ländern optimistisch für 2013 gezeigt. Das Wachstum in Afrika, Lateinamerika und in asiatischen Ländern soll beim weltweit drittgrößten Brauer für Ausgleich sorgen.

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