Konservative Strategie: Primark will lieber langsam wachsen

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Konservative Strategie: Primark will lieber langsam wachsen

Angesagt, billig, erfolgreich: Wo ein Primark-Laden öffnet, gibt es nicht selten Kreischalarm. Teenies filmen ihre Einkäufe für Modeblogs. Doch hinter den Kulissen ist Primark ziemlich konservativ.

Für ein ambitioniertes Unternehmen ist es eine ungewöhnliche Strategie: Die Billig-Modekette Primark will statt schneller Expansion international lieber langsam wachsen. Sie gehörten nicht zu den Unternehmen, die in den ersten Jahren Verluste einkalkulierten, sagte Primark-Manager Paul Lister der Deutschen Presse-Agentur. „So machen wir es nicht. Wir wollen vom ersten Tag an profitabel sein.“

Vor fünf Jahren eröffnete die Billig-Modekette die erste Filiale in Deutschland. Seit Anfang an laufe das Geschäft hierzulande profitabel. Primark schreibe schwarze Zahlen, sagte Deutschlandchef Wolfgang Krogmann. Inzwischen gibt es bundesweit 18 Läden mit rund 6000 Mitarbeitern.

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Die beliebtesten Textilhersteller

  • Platz 5

    Mango (+20 Indexpunkte)

    Quelle: YouGov BrandIndex Ranking: Marke des Jahres 2014

    Der BrandIndex gibt auf einer Skala von -100 bis +100 Punkten an, wie Verbraucher das Image einer Marke bewerten.

  • Platz 4

    Vero Moda (+22 Indexpunkte)

  • Platz 3

    H & M (+26 Indexpunkte)

  • Platz 2

    Peek & Cloppenburg (+36 Indexpunkte)

  • Platz 1

    C & A (+39 Indexpunkte)

In den kommenden Monaten sollen zwei bis vier neue Filialen dazukommen. Ziel sei ein langsames, gesundes Wachstum, sagte Krogmann. „Finanziell sind wir ein konservatives Unternehmen. Wir müssen Geld verdienen.“

Primark investiere vor allem „in Dinge, die bereits funktionieren“, betonte Lister. Als nächstes jedoch will die Modekette den Sprung über den Teich wagen und im September die ersten beiden Filialen in den USA eröffnen.

Die umsatzstärksten Modehändler der Welt

  • Rang 10

    El Corte Inglés

    Umsatz 2013: 14,789 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista, Stand: 2015

  • Rang 9

    The Gap

    Umsatz 2013: 16,149 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista

  • Rang 8

    Marks and Spencer

    Umsatz 2013: 16,391 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista

  • Rang 7

    Kohl's

    Umsatz 2013: 19,031 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista

  • Rang 6

    H&M

    Umsatz 2013: 19,729 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista

  • Rang 5

    Inditex (Beinhaltet Großhandelsumsätze)

    Umsatz 2013: 22,265 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista

  • Rang 4

    LVMH (Schätzung)

    Umsatz 2013: 24,392 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista

  • Rang 3

    TJX

    Umsatz 2013: 27,423 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista

  • Rang 2

    Macy's

    Umsatz 2013: 27,931 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista

  • Rang 1

    Sears

    Umsatz 2013: 36,188 Mrd. US-Dollar

    Quelle: Statista

Probleme macht Primark wie der ganzen Branche der schwache Euro. Weil in den oft asiatischen Einkaufsländern in US-Dollar gehandelt wird, schlägt die Abwertung der europäischen Währung voll durch. T-Shirts oder Jeans würden deshalb aber nicht teurer, versprach Lister. „Wir planen langfristig, es geht nicht um kurzfristigen Profit.“ Derzeit kostet das günstigste T-Shirt bei Primark 2,50 Euro.

Beim Verkauf will Primark weiterhin konservativ auf Geschäfte in Shoppingzentren und Fußgängerzonen setzen. Einen Internetshop wird es weiterhin nicht geben. „Wir wollen investieren und sicherstellen, dass wir tolle Läden haben“, betonte Lister.

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