Konsumgüter: Schuldenkrise vermasselt das Geschäft

Konsumgüter: Schuldenkrise vermasselt das Geschäft

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Viele Lebensmittelkonzerne wie Danone richten ihr Hauptaugenmerk auf die Schwellenländer. Grund dafür ist die Stagnation auf den westlichen Märkten.

von Mario Brück

Die Berichtssaison der Konsumgüterriesen läuft auf Hochtouren. Doch egal ob Reckitt Benckiser oder Unilever, Danone oder Nestlé: Die Geschäfte in den reifen Märkten Westeuropas stagnieren.

Der Reigen der Bilanzveröffentlichungen läuft auf vollen Touren. Vergangene Woche legten die niederländisch-britischen Konsumgüter- und Lebensmittelkonzerne Unilever und Reckitt-Benckiser ihre Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vor. Am Mittwoch folgt der französische Milchriese Danone, einen Tag später berichtet der Schweizer Lebensmittelmulti Nestlé.

Auch Danone und Nestlé dürften ähnlich wie Unilever und Reckitt-Benckiser ihr Konzernwachstum aus den Schwellenregionen Asiens und Südamerikas saugen – während sich das Quartett auf den reifen Märkten in Westeuropa und Nordamerika mit Stagnation, bestenfalls minimalem Wachstum zufrieden geben muss.  

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So legte der Unilever-Umsatz in Westeuropa im vergangenen Jahr nur um mickrige zwei Prozent auf  rund 12 Milliarden Euro zu, während er in Asien und Afrika um fast sechs auf 19 Milliarden Euro kletterte.  Auch steigende Rohstoffkosten belasteten weiter, wenn auch weniger als im vergangenen Jahr, sagte Unilever-Chef Paul Polman.

Die Konsumgüterkonzerne kämpfen seit dem vergangenen Jahr mit stark steigenden beziehungsweise schwankenden Rohstoffpreisen und versuchen, diese durch Preiserhöhungen an die Kunden weiterzureichen.

Kunden achten mehr auf Preise, als auf die Marke

In Westeuropa stünden Unilever harte Zeiten bevor, erklärte der Hersteller von Knorr-Suppen, Dove-Cremes und Becel-Margarine. Viele Verbraucher in den Euro-Schuldenstaaten achten angesichts der rigorosen Sparpakete ihrer Regierungen stärker auf den Preis als auf die Marke. Procter & Gamble (Pampers, Ariel) büßte Umsatz ein, weil Wettbewerber bei Preiserhöhungen nicht nachzogen.

Ähnlich zeigt sich die Lage beim niederländisch-britischen Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser. Der Hersteller von Marken wie Calgon, Cillit Bang oder Sagrotan trägt dem rasanten Wachstum in den Schwellenmärkten Asiens, Afrikas und Lateinamerikas nun sogar mit einem Umbau der weltweiten Organisationsstruktur Rechnung.

Der neue Vorstandschef, der Inder Rakesh Kapoor, der im September vergangenen Jahres den langjährigen Vorstandschef Bart Becht abgelöst hatte, plant künftig mit drei neuen Marktregionen:  Dabei werden Nordamerika, bislang  mit Australien gebündelt, und Europa zusammengefasst. Die neu zusammen gezimmerte Region nennt sich  fortan ENA.

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