Kräftige Umsatzsteigerung: Amazon trotzt der Konjunkturflaute

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Kräftige Umsatzsteigerung: Amazon trotzt der Konjunkturflaute

Der massive Investitionskurs in neue Geschäftsfelder zahlt sich offenbar aus: Der weltgrößte Onlinehändler Amazon konnte im traditionell eher schwachen ersten Quartal seinen Umsatz um 22 Prozent steigern.

Dank der wachsenden Nachfrage nach digitalen Inhalten kann sich Amazon weitgehend von der Konjunkturflaute in vielen Weltregionen abkoppeln. Der weltgrößte Online-Händler steigerte nach Angaben vom Donnerstag im ersten Quartal - das traditionell eher schwach für die Branche läuft - seinen Umsatz um 22 Prozent auf 16,07 Milliarden Dollar. Branchenexperten zufolge zeigt dabei eine unerwartet hohe Gewinnspanne, dass Amazon etwa durch den Bau neuer Lagerhäuser die Versandkosten drücken konnte.

Amazon hat zuletzt voll auf Wachstum gesetzt und dabei einen Großteil seiner Gewinne in den Aufbau neuer Geschäftsfelder investiert - etwa E-Reader- und Tabletprodukte aus der Kindle-Familie. Dieser Kurs scheint sich auszuzahlen, weil Amazon nun zunehmend auch elektronische Inhalte und Hardware verkauft. Mit dem Tablet Kindle Fire macht Amazon etwa dem iPad von Apple Konkurrenz.


Auch die wachsende Bedeutung von Dienstleistungen in der Sparte Cloud Computing sowie das klassische Einzelhandelsgeschäft liefen zuletzt bei dem Internet-Giganten rund. Dennoch konnte man in der Bilanz auch die wirtschaftlichen Probleme etwa in Europa ablesen - der Umsatz außerhalb der USA legte "nur" um 16 Prozent zu.

Einige Analysten zeigten sich etwas enttäuscht darüber, dass Amazon für das zweite Quartal lediglich einen Umsatz von 14,5 bis 16,2 Milliarden Dollar in Aussicht stellte und dabei einen Betriebsgewinn zwischen 0 und 350 Millionen Dollar erzielen will. "Das signalisiert mir, dass die Firma ihre Investitionen in hohem Tempo fortsetzen will", erklärte Tom Forte von der Telsey Advisory Group. Im ersten Quartal fiel der Nettogewinn um 37 Prozent auf 82 Millionen Dollar und der Betriebsgewinn um sechs Prozent auf 181 Millionen Dollar.

Börsianer waren sich offenbar uneins, wie sie die Geschäftszahlen interpretieren sollten: Die Aktie legte nach der Bilanzvorlage eine Berg- und Talfahrt hin und notierte zuletzt gut drei Prozent schwächer.

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