Kriselnde Kaufhauskette: Berggruen zu Gesprächen bei Karstadt

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Kriselnde Kaufhauskette: Berggruen zu Gesprächen bei Karstadt

Das Karstadt-Management berät am Dienstag mit Eigentümer Nicolas Berggruen über die Entwicklung der Warenhauskette. Medien hatte von einem Krisengipfel gesprochen. Dem widersprach der Konzern.

"Es stehen zahlreiche Themen auf der Agenda", fügte er hinzu. Der Sprecher reagierte damit auf einen Bericht der "Bild am Sonntag", dem zufolge der Milliardär Berggruen zu einem Krisengipfel in die Essener Zentrale eilt. "Die Bezeichnung Krisengipfel ist abwegig", betonte der Sprecher dagegen. Der Besuch sei "Business as usual" - also nichts außergewöhnliches.

Der auch von den Arbeitnehmern nach seiner Übernahme des Karstadt-Konzerns aus der Insolvenz im Jahr 2010 als Retter gefeierte Berggruen war zuletzt unter Druck geraten. Die Gewerkschaft Verdi hatte von ihm stärkere Anstrengungen für eine Sanierung des Warenhauskonzerns gefordert. "Eigentum verpflichtet", hatte ihm die Gewerkschaft mehrfach zugerufen. Stefanie Nutzenberger, im Verdi-Bundesvorstand zuständig für den Handel, hatte erklärt, die Belegschaft habe seit 2004 in mehreren Sanierungsrunden "mehr als 650 Millionen Euro in ihr Unternehmen investiert, der Milliardär Nicolas Berggruen dagegen so gut wie nichts".

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Karstadt hatte sich jüngst aus der Tarifbindung verabschiedet, für die Belegschaft entfallen damit bis 2015 tarifliche Lohnerhöhungen. "Tarifflucht ist keine Lösung", bekräftigte eine Verdi-Sprecherin am Sonntag. "Berggruen soll in das Unternehmen investieren." Verdi hatte bereits in mehreren Tarifbezirken gefordert, den Schritt zurückzunehmen. Karstadt lehnt dies ab.

Die Warenhaus-Kette zahlt "Bild am Sonntag" zufolge zudem jährlich zwischen acht und zwölf Millionen Euro für die 2010 von Berggruen ebenfalls erworbenen Namensrechte an Karstadt. Der Karstadt-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

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Karstadt-Chef Andrew Jennings hatte immer wieder eine schwierige Sanierung des Konzerns beschworen. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr angekündigt, bis Ende 2014 insgesamt 2000 Stellen abzubauen. Der Schritt wurde seinerzeit mit den herausfordernden Marktbedingungen begründet. Details zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung hatte Jennings nicht genannt. Medienberichten zufolge ist der Umsatz seit dem Beginn des laufenden Geschäftsjahres Anfang Oktober bis April 2013 um zehn Prozent auf 1,8 Milliarden Euro gesunken. Die Umsätze im Geschäftsjahr 2011/12 seien auf 3,1 Milliarden Euro nach rund 3,2 Milliarden Euro zurückgegangen.

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