Kunst: Gunter-Sachs-Auktion bringt Millionen

Kunst: Gunter-Sachs-Auktion bringt Millionen

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Ein Bildnis des verstorbenen Gunter Sachs. Bei einer Auktion brachte seine Kunstsammlung Millionen ein.

Quelle:dpa

Die Versteigerung der Highlights aus Gunter Sachs' Kunstsammlung hat einige Überraschungen mit sich gebracht. Vor allem ein Selbstporträt des großen Andy Warhol stieß auf enormes Interesse und brachte mehr als das Doppelte des erwarteten Werts ein.

Highlights der Sammlung des Lebemanns Gunter Sachs sind bei Sotheby's in London für mehr als 36,6 Millionen Pfund (rund 45 Millionen Euro) versteigert worden. Erwartet worden waren maximal 25 Millionen Pfund. Wie vermutet waren die Bilder von Sachs-Freund Andy Warhol bei der Auktion am Dienstagabend die größten Attraktionen. Doch es gab auch unvorhergesehene Bieterwettkämpfe für einige exzentrische Stücke.

Bei der Versteigerung der Kunstwerke des Sammlers blieb selbst dem Auktionator manchmal die Sprache weg. "Entschuldigen Sie das Wortspiel, aber man kann wirklich sagen: Sachs sells", Sachs verkauft sich wie Sex, lautete der Kommentar von Sotheby's-Spezialist Oliver Barker. Am Mittwoch standen weitere Stücke aus der Sachs-Sammlung zum Verkauf.

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Zu den Höhepunkten des Abends gehörten mehrere Bilder des Pop-Art-Künstlers Warhol. Eines seiner Selbstporträts mit wilder Haarmähne ging statt für die geschätzten rund 2 Millionen Pfund für 5,4 Millionen Pfund an einen anonymen Bieter. Ein Porträt von Sachs selber aus der Hand Warhols brachte statt der erwarteten maximal 600.000 Pfund rund 1,3 Millionen Pfund.

Ein auf bis zu 4 Millionen Pfund geschätztes Warhol-Bild von Sachs' Ex-Frau Brigitte Bardot allerdings blieb im unteren Bereich des Schätzwertes und wurde für gut 3 Millionen Pfund von einem Käufer im Auktionsraum erstanden. Ein Blumenbild des Künstlers, das auf ein Minimum von 3 Millionen Pfund geschätzt worden war, erreichte 3,7 Millionen Pfund. Für erstaunte Ausrufe sorgten bei der Auktion drei freizügig gestaltete Möbelstücke des britischen Pop-Künstlers Allen Jones.

Ein Hutständer, ein Stuhl und ein Tisch, die jeweils aus einer halbnackten Schaufensterpuppe in Lack und Leder geschaffen sind, waren auf maximal je 40.000 Pfund geschätzt worden. Die aus Fiberglas bestehenden Stücke aus dem Jahr 1969, die es in dieser Art nur noch selten auf dem Markt gibt, erreichten zwischen 780.000 und fast einer Million Pfund. Das Bild „A.C. Annie“ von Mel Ramos aus dem Jahr 1971, ebenfalls mit nackter Frau im Mittelpunkt, ging statt für geschätzt maximal 200.000 Pfund für 1,1 Millionen Pfund weg.

Der deutsche Unternehmersohn und Jetset-Promi Sachs hatte sich im Mai 2011 im Alter von 78 Jahren in seinem Haus in der Schweiz das Leben genommen. Mit dem Sammeln von Kunst hatte der Ex-Mann der Schauspiel-Ikone Bardot um 1960 begonnen. Er kaufte häufig Arbeiten von Künstlern, mit denen er befreundet war, noch bevor diese weltbekannt wurden. Nach seinem Suizid hatte sich die Familie entschlossen, einen Teil der Sammlung zu verkaufen, zu der auch Werke von Yves Klein, Salvador Dalí und anderen gehören. Insgesamt 300 Stücke waren bei Sotheby's im Angebot. Am Dienstagabend standen die Highlights auf der Liste, und Hunderte Besucher und Bieter füllten den Saal.

Die Auktion habe das Leben von Gunter Sachs würdig gefeiert, sagte Cheyenne Westphal von Sotheby's. "Es war eine Hommage an diesen Mann." Neben bekannten habe man viele neue Sammler bei der Auktion begrüßen können, die vor allem aus Europa, Asien, Russland und den USA gekommen seien.

Quelle:  dpa
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