Lazada-Chef Bittner: Amazon auf Indonesisch

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InterviewLazada-Chef Bittner: Amazon auf Indonesisch

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Maximilian Bittner hat mit Lazada Asien im Visier

von Henryk Hielscher

Das südostasiatische Online-Warenhaus Lazada hat kürzlich 250 Millionen Dollar bei Investoren wie dem britischen Handelskonzern Tesco eingesammelt. Im Interview mit wiwo.de erklärt Lazada-Chef Maximilian Bittner wie der Online-Händler Märkte wie Indonesien und Vietnam erobert.

WirtschaftsWoche: Herr Bittner, Investoren haben gerade 250 Millionen Dollar in das südostasiatische Online-Warenhaus Lazada gepumpt. Was machen Sie mit dem Geld?

Bittner: Das rasante Wachstum von Lazada führt dazu, dass wir in zwei zentralen Bereichen aufstocken: Wir bauen unsere IT-Abteilung deutlich aus und schaffen Kapazitäten in der Logistik, damit wir zukünftig noch mehr Kunden bedienen können. Im Grunde geht es darum, uns schon jetzt auf den Zeitpunkt vorzubereiten, wenn Lazada in Asien so bekannt ist wie der Modeshop Zalando in Deutschland.

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Zur Person

  • Maximilian Bittner

    Bittner, 35, ist Chef des Online-Warenhauses Lazada, das zum Imperium der Berliner Start-Up-Schmiede Rocket Internet gehört

Ist das realistisch? Unter dem Namen Lazada kann sich in Deutschland kaum jemand etwas vorstellen.

Lazada ist in Indonesien, Thailand, Vietnam, Malaysia und den Philippinen präsent und schon heute das führende Online-Warenhaus der Region. Wir bieten von Mode über Elektronik bis zu Spielzeug alle zentralen Produktgruppen an.

Netzwirtschaft Deutsche Gründer erobern Asiens Märkte

Internetfirmen aus Deutschland mischen den florierenden Markt in Asien auf - und sind dabei oftmals sogar Platzhirschen wie Amazon weit voraus.

Quelle: dpa/Montage

Der britische Händler Tesco war bei der jüngsten Finanzierungsrunde dabei. Mischt Tesco auch operativ mit?

Neben den finanziellen Interessen eines solchen Investments, bringt ein Handelsriese wie Tesco viel Erfahrung bei der Kombination von Online- und Offline-Angeboten mit. Davon möchten wir lernen und profitieren. Das Potenzial ist da: Tescos Filialen wären für unsere Kunden interessante Paket-Abholstellen. Wir könnten bei Lazada einen Marktplatz für das Tesco-Sortiment anbieten. An Ideen mangelt es nicht.

Was läuft beim Online-Shopping in Südostasien anders als in Deutschland?

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Gar nicht so viel. In Asien käme sicherlich niemand auf die Idee, Bücher für umgerechnet 20 Euro zu kaufen, aber ansonsten unterscheiden sich die angebotenen Sortimente kaum. Unterschiede gibt es aber zum Beispiel bei der Bezahlung. In Asien kassiert der Paketbote den Rechnungsbetrag gleich bar. Zudem ist die Höhe der Online-Umsätze im Handel noch deutlich niedriger als in Europa. Aber das wird sich ändern.

Was macht Sie da so optimistisch?

Der Bedarf wächst. Jenseits der großen Städte gibt es meist keine guten stationären Shoppingangebote. Zugleich entwickelt sich gerade in kleineren Städten, eine konsumorientiertere Mittelschicht, die das Internet begeistert nutzt.

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