Lebensmittel: Oetker schwächelt auch im Ausland

Lebensmittel: Oetker schwächelt auch im Ausland

von Mario Brück

Empfindliche Geldbußen für mutmaßlich verbotene Preisabsprachen beim Bier, interne Streitereien im Familienclan und bei Lebensmitteln kommt das Geschäft weder im In- noch im Ausland in Fahrt.

Auch wenn Konzernchef Richard Oetker sich durchaus zufrieden mit Umsatz und Ertrag des vergangenen Geschäftsjahres in der Lebensmittelsparte Dr. Oetker zeigt:  Wachstumschancen sieht er vor allem im Ausland. Im Inland sorgten Innovationen im Bereich Tiefkühlkost lediglich für Impulse. Der Nahrungsmittelsparte Dr. Oetker ist ein Teil der Oetker-Gruppe, zu der unter anderem noch Getränkemarken (Radeberger-Bier, Henkell-Sekt), Reedereien (Hamburg Süd), das Bankhaus Lampe und mehrere kleinere Unternehmen wie eine Luxushotelkette gehören.

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Insgesamt legte der Hersteller von Pudding, Pizza, Müsli und Backzutaten für das vergangene Geschäftsjahr 2013 eine gemischte Bilanz vor. Der Umsatz stieg um 2,3 Prozent auf 2,13 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte Dr. Oetker den Umsatz um sieben Prozent steigern können. Organisch seien die Erlöse 2013 jedoch um fast fünf Prozent gewachsen, teilte das Unternehmen mit. Und zwar je zur Hälfte durch Preissteigerungen und mehr Verkäufe. Ein Teil des Zuwachses sei aber durch Währungseffekte zunichte gemacht worden.

Bierkartell Jetzt wird’s teuer für Oetker

Das Bundeskartellamt verdonnert Radeberger, Carlsberg und vier regionale Brauer zu Bußgeldern in Millionenhöhe. Die Oetker-Tochter Radeberger legt dagegen Einspruch ein.

Radeberger legt gegen das Urteil im Bierkartell-Prozess Einspruch ein. Quelle: dpa/dpaweb

Im Inland krabbelte der Umsatz um 2,4 Prozent auf 706 Millionen Euro, im Ausland erhöhte er sich um 2,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Hier habe das kurs- und akquisitionsbereinigte Wachstum 4,6 Prozent betragen. Schon im vergangenen Jahr hatte das Familienunternehmen aus Bielefeld den Umsatz auf dem deutschen Markt nur um knapp zwei Prozent steigern können. Seinerzeit hatte aber das Wachstum im Ausland bei über 10 Prozent gelegen. Der Anteil des Auslandsumsatzes liegt bei 67 Prozent. Guten Erlösen in Italien, Frankreich und den USA hätte etwa die schwierige Lage auf dem argentinischen Markt für Tiefkühlpizza gegenüber gestanden. Die Landesgesellschaft Argentinien sei verkauft worden.

In Deutschland wuchs der Umsatz um 2,4 Prozent. Erfolgreich sei vor allem der neue Pizzaburger. Seit der Einführung im Oktober 2013 habe der bereits drei Prozent Anteil am bundesweiten Markt mit Tiefkühlpizzen erreicht. Der wird auf rund eine Milliarde Euro im Jahr geschätzt.

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