Lebensmittelhändler: Penny macht Rewe zu schaffen

Lebensmittelhändler: Penny macht Rewe zu schaffen

, aktualisiert 22. Mai 2012, 11:53 Uhr
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Rewes Discounter Penny ist in Deutschland derzeit nicht profitabel.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Rewe-Konzern hat erstmals mehr als 40 Milliarden Euro umgesetzt. Obwohl 2011 der Gewinn durch den Discounter Penny belastet wurde und sank, peilt Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Übernahmen an.

Der Rewe-Konzern hat seinen Umsatz 2011 um 3,4 Prozent auf 40,3 Milliarden Euro gesteigert. Zu Jahresbeginn 2012 wuchs er von Januar bis März mit 5,1 Prozent noch schneller, wie das Unternehmen am Dienstag in Köln mitteilte. Zusammen mit selbstständigen Einzelhändlern näherte sich der Gesamtumsatz im vergangenen Jahr mit 48,4 Milliarden Euro sogar der 50-Milliarden-Euro-Marke. Der Konzerngewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings um fast elf Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Die Restrukturierung des Discounters Penny belastete Rewe.

Das Sorgenkind des Konzerns, Penny, kommt Deutschlands zweitgrößten Lebensmittelhändler teuer zu stehen, obwohl die Discountsparte 2011 beim Umsatz um 3,6 Prozent zulegte. Rewe-Chef Alain Caparros sagte am Dienstag bei der Präsentation der Konzernzahlen nach einem vorab verbreiteten Manuskript: „Es liegt noch ein längerer Weg vor uns, bis Penny in Deutschland insgesamt wieder auf profitablem Kurs ist.“ Penny hat nach früheren Angaben 2011 rote Zahlen geschrieben und ist Deutschlands Nummer vier nach Aldi, Lidl und Netto. Rewe habe aber die Kraft, „einen Turnaround wie Penny in Deutschland zu stemmen und zugleich die erfolgreiche Entwicklung unserer Wachstumssparten mit unverminderter Dynamik voranzutreiben“.

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Caparros will Penny nicht zur Disposition stellen: „Es gibt keine Rewe Group ohne Penny in Deutschland.“ National wuchs der Umsatz des Discounters allerdings nur um 1,9 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro, während er in den Auslandsmärkten Bulgarien, Italien, Österreich, Rumänien, Ungarn und Tschechien viel stärker um 6,8 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zulegte. Profitieren dürfte der Konzern bei der Penny-Sanierung davon, dass er seinen Schuldenberg im vergangenen Jahr um 1,3 Milliarden Euro auf 661 Millionen Euro verkleinert hat.

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Caparros ließ keinen Zweifel daran, dass er weiter auf Expansion setzt: „Wir wollen und werden die Möglichkeiten zum Wachstum durch Akquisitionen gezielt nutzen.“ Um die Entwicklung anzukurbeln, will er in diesem Jahr 1,4 Milliarden Euro investieren, der Schwerpunkt soll laut Caparros aber auf organischem Wachstum liegen. Die Tourismussparte, wo Rewe mit ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg, Dertour, Meier's Weltreisen und ADAC Reisen direkter Verfolger des deutschen Marktführers Tui ist, steigerte ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 5,1 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Zum Jahresauftakt 2012 verkleinerte sich das Plus auf rund drei Prozent. Die gesamte Rewe-Gruppe inklusive der selbstständigen Kaufleute beschäftigt im In- und Ausland 323 000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr seien europaweit knapp 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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