Leere Regale: Hipp erhöht Milchpulver-Produktion

exklusivLeere Regale: Hipp erhöht Milchpulver-Produktion

von Henryk Hielscher

Wegen der besonders hohen Nachfrage nach Milchpulver hat der Baby-Nahrungsmittelhersteller Hipp seine Produktion erhöht.

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Milchpulver von Hipp in einem Regal in einem Supermarkt in Peking - Während deutsche Kunden enttäuscht mancherorts vor leeren Regalen in den Kaufhäusern stehen, sind die Märkte in Peking gut gefüllt

"Unsere Produktionsanlagen laufen an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr“, sagte Geschäftsführer Claus Hipp der WirtschaftsWoche. „Wir liefern täglich große Mengen unserer Milchnahrungen an den Handel, um entstandene Regallücken wieder aufzufüllen.“

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Einzelne Drogeriemärkte hatten in den vergangenen Wochen den Verkauf von Milchpulver rationiert. Vor allem in den Großstädten gäbe es Engpässe, so Hipp. „Derzeit kommt es in Drogerie- und Lebensmittelmärkten zu Hamsterkäufen von Privatleuten, die Nahrungen zum Teil in großen Mengen nach Asien exportieren. Dies kommt vor allem in deutschen Großstädten und Ballungsgebieten vor. Kleinstädte und der ländliche Raum sind davon weniger ­betroffen.“

Hipp glaubt aber nicht, dass die stark angestiegene Nachfrage von Dauer sein wird. „Wir gehen davon aus, dass sich das in den nächsten Monaten wieder einpendelt.“ Hintergrund der erhöhten Nachfrage ist offenbar die Verunsicherung der Verbraucher in China.  2012 war dort Quecksilber in Babynahrung gefunden worden, 2008 starben Säuglinge an mit Melamin verseuchtem Milchpulver. Seitdem verschicken Chinesen in Europa Säuglingsnahrung von Markenherstellern in ihr Heimatland.

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