L'Oréal: Bedauern für Schlecker

L'Oréal: Bedauern für Schlecker

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Die französische Kosmetikmarke l'Oreal hat sich 2011 in Deutschland besser entwickelt als der Gesamtmarkt.

von Mario Brück

Der Deutschland-Chef des französischen Kosmetikkonzerns L'Oréal bedauert die Entwicklungen bei der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker.

Schlecker sei ein großer und wichtiger Partner für L'Oréal, sagte Deutschland-Chef Jérôme Bruhat. „Wir bedauern die Situation.“ Der Zusammenbruch des einstmals übermächtigen Drogeriediscounters treffe die Lieferanten allerdings nicht überraschend: „Schlecker zeigte schon seit drei Jahren Schwächen im Markt.“

In Deutschland könne der Kunde jedoch problemlos von einem Drogeriemarkt zum anderen oder aber zu den Kosmetikabteilungen der großen Lebensmittelketten wechseln. „Und das tun die Konsumenten auch“, so Bruhat. Negative Auswirkungen auf den Markt habe es bisher nicht gegeben. Nach einem kurzen Lieferstopp liefere L'Oréal wieder an Schlecker.

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Marktführer im deutschen Kosmetik-Massenmarkt

L'Oréal Deutschland konnte im vergangenen Geschäftsjahr den Umsatz um 2,3 Prozent auf knapp über eine Milliarde Euro steigern. Damit, so Bruhat, habe sich L'Oréal besser als der Gesamtmarkt entwickelt, der lediglich um 1,7 Prozent zulegen konnte. Die Deutschlandtochter des französischen Kosmetikriesen reklamiert für das Geschäftsjahr 2011 zudem erstmals die Marktführerschaft im Kosmetik-Massenmarkt für sich. Bruhat sieht L'Oréal damit erstmals vor Beiersdorf (Nivea), Henkel (Schwarzkopf) und Procter & Gamble (Wella). 

Wachstumspotenzial sieht Bruhat vor allem im Bereich der Männerkosmetik, ein Geschäft, in dem sich der Hamburger Wettbewerber Beiersdorf als Marktführer betrachtet. Doch die Franzosen wollen vor allem im Bereich Hautpflege bei Männern wachsen – einem der Kerngeschäfte des blau-weißen Rivalen. Bei Hautpflegeprodukten für Männer habe L'Oréal schon einen Marktanteil in Deutschland von rund 15 Prozent. Diesen wolle man kurzfristig verdoppeln – eine Kampfansage an den seit anderthalb Jahren schwächelnden Nivea-Hersteller Beiersdorf.

Weltweit sieht sich der französische Beauty-Konzern mit einem Umsatz von gut 20 Milliarden Euro und knapp 67000 Mitarbeitern als größtes Kosmetikunternehmen. Rund um den Globus schicken die Franzosen insgesamt 27 Marken mit einem Jahresumsatz von jeweils mehr als 50 Millionen Euro an den Start, aufgeteilt in die Segmente Professionelle Produkte für den Friseurmarkt (Kerastase, Redken), Consumer Products für den Massenmarkt (L'Oréal Paris, Garnier, Maybelline), Luxusprodukte (Armani, Yves Saint Laurent, Biotherm) sowie Produkte für Apotheken (Vichy, Sanoflore). Umsatzstärkste Einzelkategorie im Sortiment der Franzosen ist der Bereich Hautpflege, auf den mehr als 27 Prozent der Konzernerlöse entfallen. Es folgen Haarpflege mit knapp 23 Prozent und Make-up mit 21 Prozent.

Hautpflege bringt am meisten ein

Deutschland ist für die Franzosen der viertgrößte Einzelmarkt, hinter den USA, Frankreich und China. Den deutschen Markt für Kosmetik beziffert Deutschland-Chef Jérôme Bruhat mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 11,2 Milliarden Euro.

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Das mit Abstand größte Stück vom Erlöskuchen schneiden sich dabei Hautpflegeprodukte mit einem Umsatzanteil von rund 28 Prozent ab. In Deutschland habe der Kunde die Möglichkeit seinen Bedarf an Kosmetikprodukten in 153 000 Verkaufsstellen zu decken, sagt Bruhat. Mehr als die Hälfte davon seien Friseursalons, gefolgt vom Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien und Parfümerien. 

 

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