Lufthansa Cargo: Airline verzichtet wieder auf Nachtflüge von Köln

08. Februar 2012, aktualisiert 08. Februar 2012, 19:48 Uhr
Ab März in Köln keine Nachtflüge der Linie mehr geben. Quelle: dapdBild vergrößern
Ab März in Köln keine Nachtflüge der Linie mehr geben. Quelle: dapd
Quelle: Handelsblatt Online

Ab März will die Lufthansa Cargo keine Nachtflüge mehr ab Köln starten lassen. Stattdessen sollen die betroffenen Verbindungen tagsüber von Frankfurt geflogen werden. Dort wurden Nachtflüge vorerst verboten.

FrankfurtLufthansa Cargo stellt ihre Nachtflüge am Kölner Flughafen in sechs Wochen ein. Ab dem 25. März werde die Fracht-Airline nachts nicht mehr in Köln abheben, sagte ein Sprecher der Lufthansa-Tochter am Mittwochabend. Die Strecken hätten nicht rentabel betrieben werden können. Aufgegeben werden die Verbindungen aber nicht, sondern ab Ende März von Frankfurt aus geflogen - tagsüber.

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Die Lufthansa hatte die Verbindungen erst vor gut drei Monaten ins Programm genommen, nachdem ein Gericht nächtliche Starts und Landungen am Lufthansa-Frachtdrehkreuz Frankfurt vorerst verboten hatte. Die Maschinen werden in Frankfurt beladen, fliegen vor Beginn der Sperrzeit um 23 Uhr nach Köln und vor dort später nach China und in die USA. Ein anderes Vorgehen war wegen der langfristig vergebenen Überflugrechte für die Routen zunächst nicht möglich. Mit Beginn des Sommerflugplans am 25. März hat sich Lufthansa Cargo allerdings die nötigen Lizenzen von Ländern wie Russland gesichert.

Das Nachtflugverbot ist in Frankfurt heiß umstritten. Die Lufthansa und der Flughafenbetreiber Fraport argumentieren, dass die Wirtschaft auf die Flüge angewiesen sei. Die Gegner - meist aus den Nachbargemeinden des Großflughafens - argumentieren, dass der der Lärm der Jets ihnen den Schlaf raube und ihre Gesundheit beeinträchtige. Zudem verlieren Häuser in der Nähe der Einflugschneisen an Wert.

Eskaliert ist der Streit im Oktober mit Eröffnung der vierten Landebahn. Da die Betonpiste näher an der Stadt Frankfurt liegt als die anderen Bahnen sind mehr Menschen als früher vom Fluglärm betroffen, die Proteste der Anlieger haben massiv zugenommen. Am Flughafen direkt demonstrieren allein jeden Montag Tausende Anwohner. Im März entscheidet das Bundesverwaltungsgericht, ob das Nachtflugverbot in Frankfurt zur Dauereinrichtung wird.

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