Lufthansa Cargo: Frachtfluglinie drohen weitere Verluste

Lufthansa Cargo: Frachtfluglinie drohen weitere Verluste

, aktualisiert 29. März 2017, 16:56 Uhr
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Trotz der Verluste und der Preisschlacht in der Branche will Europas größter Luftverkehrskonzern an seiner Frachterflotte festhalten.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Maschinen der Lufthansa Cargo sind zwar voll, trotzdem schafft es die Frachtfluglinie nicht aus den roten Zahlen. Erst 2019 werde der Konzern auf ein „normales“ Gewinn-Niveau zurückkehren, sagt Chef Peter Gerber.

Frankfurt/MainDie Frachtfluglinie Lufthansa Cargo steckt trotz voller Maschinen in der voraussichtlich längsten Verlustphase ihrer Geschichte. Nach tiefroten Zahlen im vergangenen Jahr werde das Unternehmen erst 2019 auf ein „normales“ Gewinn-Niveau zurückkehren, sagte der Chef der Lufthansa-Tochter, Peter Gerber, am Mittwoch in Frankfurt. 2017 werde sich der operative Verlust leicht verringern, 2018 dürfte es gerade so zurück in die schwarzen Zahlen gehen. Nie zuvor habe Lufthansa Cargo zwei Verlustjahre in Folge verbucht, sagte Finanzchef Martin Schmitt. Derzeit läuft ein hartes Sparprogramm, dem an die 800 Jobs zum Opfer fallen sollen.

Trotz der Verluste und der Preisschlacht in der Branche will Europas größter Luftverkehrskonzern an seiner Frachterflotte festhalten. „Lufthansa wird immer Frachter fliegen“, sagte Gerber. Derweil sortiert das Unternehmen noch mehr ältere Frachtflugzeuge vom Typ Boeing MD-11 aus. 2016 schrumpfte die tatsächlich fliegende Cargo-Flotte von 19 auf 17 Jets. Ende dieses Jahres sollen es noch 16 sein – darunter fünf neue Boeing 777F und elf MD-11.

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Im vergangenen Jahr war Lufthansa Cargo wegen des Preiskampfs in der Branche und der Kosten des Sanierungsprogramms in die roten Zahlen geflogen. Der operative Verlust (bereinigtes Ebit) lag bei 50 Millionen Euro. In den Vorjahren hatte die Gesellschaft in dieser Kennziffer teils mehr als 100 Millionen Euro ausgewiesen. Das Sanierungsprogramm soll das Ergebnis um 80 Millionen Euro nach oben treiben. Neben reinen Kostensenkungen baut Gerber auf neue Angebote und eine stärkere Digitalisierung des Geschäfts.

Quelle:  Handelsblatt Online
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