Lufthansa-Tochter: Schlichtung für Eurowings und Ufo

Lufthansa-Tochter: Schlichtung für Eurowings und Ufo

, aktualisiert 07. Februar 2017, 22:49 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Der Konflikt köchelt seit drei Jahren: Jetzt soll sich ein Schlichter dem Streit von Lufthansa-Tochter Eurowings und der Flugbegleitergewerkschaft Ufo annehmen. Im Kern geht es um Arbeitsbedingungen und Bezahlung.

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Zwei Flugzeug der Lufthansa-Tochter Eurowings auf dem Flughafen in Düsseldorf.

FrankfurtDie Lufthansa-Billigtochter Eurowings und die Flugbegleitergewerkschaft Ufo wollen einem Insider zufolge ihren zähen Tarifkonflikt in einer Schlichtung lösen. Beide Seiten hätten sich auf die Vermittlungsgespräche geeinigt, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Gleichzeitig sollten in einem zweiten Verhandlungsstrang Fragen gelöst werden, die nicht in einer Schlichtung besprochen werden könnten. Ein Beispiel hierfür seien die Wechselmöglichkeiten von Kabinencrews zur Konzernmutter Lufthansa. Auch Germanwings werde in die Gespräche miteinbezogen. Die Airline ist mittlerweile in Eurowings aufgegangen, hat aber noch eigene Tarifverträge. Ufo wollte sich nicht zu der Schlichtung äußern. Von Eurowings war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Der Konflikt zwischen Ufo und Eurowings köchelt bereits seit drei Jahren. Im Kern geht es um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der 400 Eurowings-Flugbegleiter in Deutschland. Zudem ärgert die Arbeitnehmervertreter, dass die vor kurzem neu gestartete Eurowings nur im Ausland wachsen soll, wo Mitarbeiter schlechter verdienen. Um den Druck zu erhöhen, hatte die Spezialgewerkschaft Eurowings und Germanwings Ende Oktober bestreikt, Hunderte Flüge fielen aus.

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Erschwert wird die Situation dadurch, dass neben Ufo auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bei den rund 400 Flugbegleitern von Eurowings Deutschland vertreten ist. Beide Seiten streiten sich darum, wer mehr Mitglieder zählt. Für die Lufthansa-Spitze hat Eurowings strategische Priorität: Die Airline soll den Vormarsch von Ryanair und Co. stoppen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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