Luxusgüter: Luxus-Konzern Richemont kennt keine Krise

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Luxusgüter: Luxus-Konzern Richemont kennt keine Krise

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Das Geschäft mit Luxusgütern wie Uhren oder Schmuck boomt

Quelle:Handelsblatt Online

Florierende Geschäfte mit Luxusgütern bescheren den Schweizern eine deutliche Steigerung des Halbjahresgewinns. Es wird ein Anstieg um bis zu 40 Prozent erwartet. Die Wechselkurse sorgen allerdings für Unsicherheiten.

Der Schweizer Richemont-Konzern erwartet angesichts florierender Geschäfte mit Luxusgütern eine deutliche Steigerung des Halbjahresgewinns. In den Monaten April bis Juli 2012 sei der Umsatz um 24 Prozent gewachsen, teilte Richemont am Montag überraschend mit.

Auf dieser Basis erwartet der Luxusgüterkonzern für die bis Ende September laufende erste Hälfte des Geschäftsjahres einen Anstieg des operativen Gewinns und des Reingewinns von 20 bis 40 Prozent. Richemont verwies allerdings auch auf Unsicherheiten wie die weitere Wechselkursentwicklung.

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Die reißende Nachfrage nach Schmuck und Uhren in Asien hatte Richemont zuletzt im Geschäftsjahr 2011/12 (bis Ende März) einen Rekordgewinn und den Aktionären eine höhere Dividende beschert. Der Hersteller von Cartier-Schmuck und Uhren der Marken IWC und Jaeger-LeCoultre steigerte den Reingewinn des im März beendeten Geschäftsjahrs um 43 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. Die Verkäufe in Asien legten zu konstanten Wechselkursen um 46 Prozent zu und machen inzwischen 42 Prozent des gesamten Konzernumsatzes von 8,87 Milliarden Euro aus.

Vorsichtiger Optimismus

Für die Zukunft zeigte sich Konzernchef Johann Rupert trotz eines instabilen wirtschaftlichen Umfeldes vor allem in der Eurozone und des hohen Goldpreises vorsichtig optimistisch. In China laufe es weiterhin sehr gut, sagte er. In den Küstenstädten gebe es aber Anzeichen für eine leicht Verlangsamung.

Der weltweit zweitgrößte Luxusgüterhersteller will weiterhin in den Ausbau der Fertigung und in neuen Butiken investieren. Im von der Schuldenkrise geplagten Europa konnte Richemont allerdings nicht mehr ganz an das Wachstum des Vorjahres anknüpfen. Dass am Ende doch noch ein Umsatzplus von 20 Prozent herausschaute war unter anderem Touristen aus anderen Teilen der Welt zu verdanken, die sich im Europa-Urlaub mit Uhren und Schmuck eindeckten.

Krise hin oder her, auch in Europa rechnet Konzernchef Rupert nicht mit einem Einbruch. „Menschen heiraten und andere werden geboren. Es gibt eine lange Tradition des Schenkens. Das wird auch in Europa weiterhin so sein“, sagte er. In Russland lief das Geschäft besser als auf dem Rest des Kontinents.

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Die Aktionäre, allen voran die aus Südafrika stammende Familie des Konzernchefs, können sich über eine um 22 Prozent erhöhte Dividende von 0,55 Franken freuen. Dazu kommt ein Programm zum Rückkauf von bis zu zehn Millionen A-Aktien über die nächsten zwei Jahre, die für Mitarbeiter-Beteiligungsprogramme bestimmt sind. „Bemerkenswert positiv“, seien der Abschlussbericht und die Prognose ausgefallen, erklärte Kepler-Analyst Jon Cox. Vor allem bei den Prognosen pflege der Konzern tiefzustapeln.

Quelle:  Handelsblatt Online
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