
Er will das Unternehmen haben. Unbedingt. Und wenn es sein muss, hat er einen langen Atem. So wie Frauen bereit sind, nebst einigen Tausend Euro auch die Geduld mitzubringen, um nach langer Bestellfrist endlich eine Birkin-Bag aus dem Hause Hermès zu ergattern, so ausdauernd belagert Bernard Arnault die Eigentümer des Familienunternehmens, damit sie ihm die Firma ganz verkaufen. 22 Prozent des börsennotierten Unternehmens Hermès gehören dem Hauptaktionär des Konzerns Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) bereits.
Bild: REUTERSLouis Vuitton Moet Hennessy
2011 hat LVMH mit Champagner und Handtaschen 34 Prozent mehr Gewinn gemacht als im Vorjahr und mit Champagner Leder und Parfum 23,7 Milliarden Euro umgesetzt. Im ersten Quartal 2012 setzt der Vorstandsvorsitzende des Konzerns Bernard Arnault die Gewinnstory fort. Die Erlöse legten nochmals um 25,4 Prozent auf 6,58 Milliarden Euro zu.
Das Geschäft mit dem Luxus macht sich für ihn bezahlt. Arnault ist die reichste Person Frankreichs mit einem Vermögen von rund 27,5 Milliarden US-Dollar. Der Milliardär besetzt Platz 7 auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt. Ein Blick auf das Luxus-Reich des Bernaud Arnault.
Bild: APLouis Vuitton
Louis Vuitton ist eine der Hauptmarken von LVMH (die Abkürzung steht für Louis Vuitton Moët Hennessy) und wird in dem Bereich "Fashion and Leather Goods" gezählt. Die französische Edelmarke wurde 1854 gegründet und wurde durch flache und praktische Koffer, welche gut auf einer Reise gestapelt werden konnten, erfolgreich.
Ebenfalls zum Konzern gehören zum Beispiel Marc Jacobs, Fendi und Donna Karan.
Bild: ReutersBULGARI
Das Unternehmen wurde am 7. März 2011 mit einem Wert von etwa 3,7 Milliarden Euro von LVMH übernommen. Die italienische Firma stellt Schmuck, Accessoires, Juwelen und Parfüm her. Der Bulgari-Aktienkurs schoss bei Übernahme um rund 60 Prozent nach oben.
Bild: dpaMoët & Chandon
Champagner von Moët & Chandon kann schon einmal 250.000 Euro kosten – kein Wunder also, dass allein der Bereich für Wein und Spirituosen etwa ein Fünftel des gesamten LVMH-Gewinns ausmacht. Das Weingut entstand bereits 1743, gehört jedoch erst seit 1987 zu LVMH.
Ebenfalls zum Konzern gehören die Champagner-Marken Dom Pérignon, Veuve Clicquot und die Cognac-Marke Hennessy.
Bild: APDior
Mit etwa 80 Prozent ist Dior im Bereich "LVMH – Parfum & Kosmetik" der wesentliche Umsatzträger. Einer der größten Kunden im Parfumbereich ist die deutsche Kette "Douglas". Weitere Top-Parfum-Marken im LVMH-Portfolio sind Guerlain, Givenchy, Kenzo und Fendi Parfumes.
Bild: PressebildTAG Heuer
Auch die Uhrenmarke TAG Heuer gehört zum LVMH-Imperium. Die Marke wurde bereits im Jahre 1860 von Edouard Heuer in Saint-Imir gegründet. Der erste große Erfolg des Unternehmens war der Verkauf der ersten Patente für einen Stoppuhrmechanismus 22 Jahre später. 1999 wurde die Firma ein Teil von LVMH. TAG Heuer stellt unter anderem Mobiltelefone, Uhren und Brillen her.
Auch der Schweizer Luxusuhrenhersteller Hublot und der weltweit größte Diamantenproduzent De Beers gehören zum LVMH-Reich.
Bild: ScreenshotLes Echos
Les Echos ist eine französische Finanzzeitung, zum ersten Mal 1908 veröffentlicht. Auch sie ist seit 2007 Teil des Luxusgiganten.
Bild: dpaHermès
Das französische Unternehmen Hermès wurde 1837 von Thierry Hermès gegründet. LVMH hält gut 20 Prozent an Hermès. Unter anderem ist das Unternehmen für seine Seidentücher und Seidenschals bekannt, welche bis zu 800 Euro kosten.
Bild: ScreenshotRoyal Van Lent Shipyard B.V.
Den niederländischen Hersteller, der seine Motoryachten unter der Marke "Feadship" verkauft, hat LVMH 2008 für rund 300 Millionen Euro übernommen. Die Super-Yachten kosten im Schnitt über 30 Millionen Dollar.
Louis Vuitton Moet Hennessy
2011 hat LVMH mit Champagner und Handtaschen 34 Prozent mehr Gewinn gemacht als im Vorjahr und mit Champagner Leder und Parfum 23,7 Milliarden Euro umgesetzt. Im ersten Quartal 2012 setzt der Vorstandsvorsitzende des Konzerns Bernard Arnault die Gewinnstory fort. Die Erlöse legten nochmals um 25,4 Prozent auf 6,58 Milliarden Euro zu.
Das Geschäft mit dem Luxus macht sich für ihn bezahlt. Arnault ist die reichste Person Frankreichs mit einem Vermögen von rund 27,5 Milliarden US-Dollar. Der Milliardär besetzt Platz 7 auf der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt. Ein Blick auf das Luxus-Reich des Bernaud Arnault.
Die Anteile, die Arnault sich besorgte, haben ihm nicht gerade die Begeisterung der Familie rund um den designierten Chef Axel Dumas eingetragen. Jetzt sperrt sie sich, Hermès soll unabhängig bleiben – das ist alles andere als selbstverständlich dieser Tage.
Marken schlüpfen unter das sichere Dach der Holding
Erst vor einigen Monaten konnte der Luxuskonzern PPR unter der Leitung von François-Henri Pinault, Sohn des Gründers François Pinot, sich den italienischen Herrenschneider Brioni einverleiben, der offensiv seinen Verkauf anstrebte. Unter das schützende Dach einer Holding zu schlüpfen ist für viele Gründer eines Luxuslabels eine beliebte Strategie. Auch Modemacher wie Stella McCartney oder Marc Jacobs sind längst nicht mehr alleinige Herrscher in ihren Häusern. Für die angeblichen Vorteile werden stets die gleichen Argumente ins Spiel gebracht: Synergien und mehr finanzieller Spielraum, um die nötige Expansion in neue Märkte im Nahen und Fernen Osten zu stemmen.
Umsatz und Gewinn der Luxuskonzerne
Swatchgroup
12 Prozent mehr gewinn machte die Swatchgroup 2011. Er Betrug 1,6 Milliarden Franken.
Zu dem Konzern gehören unter anderem Swatch, Tiffany & Co, Tissot, und Omega.
PPR
29 Prozent mehr Umsatz im vergleich zum Vorjahr machte die Holding PPR 2011 mit ihren Luxusmarken.
Das sind unter Anderem: Yves Saint Laurent, Gucci, Bottega und Alexander McQueen.
Richemont
Um 51 Prozent, von 1,35 auf 2,04 Milliarden Euro, stieg der Gewinn von Richemont im abgelaufenen Geschäftsjahr. Neben Cartier gehören zu dem Konzern auch Roger Dubuis, Chloé und Montblanc.
LVMH
Um 22 Prozent stieg im Jahr 2011 der Gewinn des weltgrößten Luxuskonzerns LVMH mit seiner Mischung aus Mode, Parfüms, Weinen und Uhren.
Neben Parfumes Christian Dior und Luis Vouitton gehören auch Bulgari, Hennessy und Dom Pérignon zu dem Konzern.
Die Konzerne selber erzielen mit ihrem Sammelsurium an Marken, das vom Waffenhersteller bis zum Parfümproduzenten reicht, seit der Finanzkrise ein Rekordergebnis nach dem anderen. Die Swatchgroup, die ausschließlich Uhrenmarken von Swatch über Omega bis Breguet unter ihrem Dach versammelt, setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals sieben Milliarden Schweizer Franken um. Richemont, die Mutterholding des Luxusjuweliers Cartier, gab Ende März bekannt, den Reingewinn um 43 Prozent auf anderthalb Milliarden Euro erhöht zu haben. LVMH steigerte allein im ersten Quartal 2012 den Umsatz noch einmal um 25 Prozent auf sechseinhalb Milliarden Euro.
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