Luxusmarken: Luxusriesen trotzen der Krise

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Luxusmarken: Luxusriesen trotzen der Krise

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Viele Frauen sind bereit Wochen und Monate auf ihre Birkin-Bag zu warten. Luxusmarken sind weiterhin beliebt

von Thorsten Firlus

Die Hersteller und Händler von Luxuswaren schreiben erneut herausragende Zahlen. Den großen Kuchen des Marktes teilen wenige Konzerne unter sich auf.

Er will das Unternehmen haben. Unbedingt. Und wenn es sein muss, hat er einen langen Atem. So wie Frauen bereit sind, nebst einigen Tausend Euro auch die Geduld mitzubringen, um nach langer Bestellfrist endlich eine Birkin-Bag aus dem Hause Hermès zu ergattern, so ausdauernd belagert Bernard Arnault die Eigentümer des Familienunternehmens, damit sie ihm die Firma ganz verkaufen. 22 Prozent des börsennotierten Unternehmens Hermès gehören dem Hauptaktionär des Konzerns Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) bereits.

Die Anteile, die Arnault sich besorgte, haben ihm nicht gerade die Begeisterung der Familie rund um den designierten Chef Axel Dumas eingetragen. Jetzt sperrt sie sich, Hermès soll unabhängig bleiben – das ist alles andere als selbstverständlich dieser Tage.

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Marken schlüpfen unter das sichere Dach der Holding

Erst vor einigen Monaten konnte der Luxuskonzern PPR unter der Leitung von François-Henri Pinault, Sohn des Gründers François Pinot, sich den italienischen Herrenschneider Brioni einverleiben, der offensiv seinen Verkauf anstrebte. Unter das schützende Dach einer Holding zu schlüpfen ist für viele Gründer eines Luxuslabels eine beliebte Strategie. Auch Modemacher wie Stella McCartney oder Marc Jacobs sind längst nicht mehr alleinige Herrscher in ihren Häusern. Für die angeblichen Vorteile werden stets die gleichen Argumente ins Spiel gebracht: Synergien und mehr finanzieller Spielraum, um die nötige Expansion in neue Märkte im Nahen und Fernen Osten zu stemmen.

Umsatz und Gewinn der Luxuskonzerne

  • Swatchgroup

    12 Prozent mehr gewinn machte die Swatchgroup 2011. Er Betrug 1,6 Milliarden Franken.

    Zu dem Konzern gehören unter anderem Swatch, Tiffany & Co, Tissot, und Omega.

  • PPR

    29 Prozent mehr Umsatz im vergleich zum Vorjahr machte die Holding PPR 2011 mit ihren Luxusmarken.

    Das sind unter Anderem: Yves Saint Laurent, Gucci, Bottega und Alexander McQueen.

  • Richemont

    Um 51 Prozent, von 1,35 auf 2,04 Milliarden Euro, stieg der Gewinn von Richemont im abgelaufenen Geschäftsjahr. Neben Cartier gehören zu dem Konzern auch Roger Dubuis, Chloé und Montblanc.

  • LVMH

    Um 22 Prozent stieg im Jahr 2011 der Gewinn des weltgrößten Luxuskonzerns LVMH mit seiner Mischung aus Mode, Parfüms, Weinen und Uhren.

    Neben Parfumes Christian Dior und Luis Vouitton gehören auch Bulgari, Hennessy und Dom Pérignon zu dem Konzern.

Die Konzerne selber erzielen mit ihrem Sammelsurium an Marken, das vom Waffenhersteller bis zum Parfümproduzenten reicht, seit der Finanzkrise ein Rekordergebnis nach dem anderen. Die Swatchgroup, die ausschließlich Uhrenmarken von Swatch über Omega bis Breguet unter ihrem Dach versammelt, setzte im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals sieben Milliarden Schweizer Franken um. Richemont, die Mutterholding des Luxusjuweliers Cartier, gab Ende März bekannt, den Reingewinn um 43 Prozent auf anderthalb Milliarden Euro erhöht zu haben. LVMH steigerte allein im ersten Quartal 2012 den Umsatz noch einmal um 25 Prozent auf sechseinhalb Milliarden Euro.

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