"Marley Natural": Bob Marley wird Gesicht einer Marihuana-Marke

"Marley Natural": Bob Marley wird Gesicht einer Marihuana-Marke

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Das Vermächtnis von Bob Marley.

"Marley Natural" soll die Marke heißen, die künftig das Gesicht von Bob Marley ziert. Seine Familie will damit das Vermächtnis des Reggae-Sängers ehren.

Die Familie des 1981 verstorbenen Sängers hat sich mit einem Privatunternehmen zusammengeschlossen, um mit "Marley Natural" eine Marke auf den Markt zu bringen, die Produkte mit Cannabis vertreibt - natürlich nur in Ländern, in denen das Kraut legal ist. Die Firma will auch Cremes, Lotionen und diverse Accessoires anbietet. Damit ist Privateer Holdings die weltweit erste Private-Equity-Gesellschaft, die ausschließlich in die legale Cannabis-Industrie investiert.

Staatliche Regelungen von Cannabiskonsum

  • Deutschland

    Cannabis-Produkte sind illegale Suchtmittel. Besitz, Anbau und Handel sind verboten. Das Betäubungsmittelgesetz sieht Geldstrafen oder bis zu fünf Jahre Haft vor. Beim Umgang mit „nicht geringen Mengen“ - bei Haschisch und Marihuana 500 Konsumeinheiten à 15 Milligramm Tetrahydrocannabinol (THC) - liegt die Höchststrafe bei 15 Jahren Haft. Für „Gelegenheitskiffer“ kennt das Gesetz die Untergrenze der „geringen Menge“ zum Eigenverbrauch. Bei wenigen Konsumeinheiten kann die Staatsanwaltschaft von einer Strafverfolgung absehen. Das ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt.

  • Niederlande

    In den rund 650 Coffeeshops darf im Prinzip jeder Erwachsene Marihuana oder Haschisch legal kaufen. Der Besitz von fünf Gramm ist nicht strafbar. Seit 2013 können Kommunen den Verkauf an Ausländer untersagen, um den Drogentourismus aus Nachbarländern zu unterbinden. Während der Verkauf für den privaten Konsum erlaubt ist, bleibt der Anbau von mehr als fünf Cannabis-Pflanzen verboten. Dadurch dürfen Coffeeshops Haschisch zwar legal verkaufen, die Ware wird aber illegal durch die Hintertür angeliefert.

  • Tschechien

    Ein Jahr nach der Legalisierung von Cannabis für medizinische Anwendungen hat die Substanz nach Medienberichten noch keinen Patienten erreicht. Zwar können Ärzte bei schweren Erkrankungen wie Krebs, Multipler Sklerose oder Parkinson Cannabis verschreiben, doch ist das Mittel noch nicht verfügbar. Kritiker werfen dem Gesundheitsministerium in Prag mutwillige Verzögerung bei der Vergabe von Züchterlizenzen vor.

  • USA

    Der US-Staat Washington folgte Anfang Juli dem Beispiel von Colorado: Nun ist es auch dort Bürgern ab dem Alter von 21 Jahren legal gestattet, Marihuana zu kaufen und zu konsumieren. In Colorado dürfen Erwachsene seit Jahresbeginn „Gras“ nicht nur zu medizinischen Zwecken kaufen. Auf Bundesebene bleibt Cannabis weiter illegal. 23 Bundesstaaten sowie die US-Hauptstadt Washington erlauben jedoch den Konsum unter Auflagen zu medizinischen Zwecken.

  • Uruguay

    Das südamerikanische Land gestattete im Mai als erster Staat der Welt Anbau und Verkauf von Marihuana unter staatlicher Kontrolle. Registrierte Konsumenten ab 18 Jahren können der Drogenbehörde zufolge monatlich bis zu 40 Gramm Cannabis für den Eigengebrauch in Apotheken kaufen. Der Vertrieb soll aber erst Ende 2014 beginnen. Mit der Regelung erhofft sich die Linksregierung in Montevideo Fortschritte im Kampf gegen die Drogenkartelle. Rauchen von Marihuana in öffentlich zugänglichen Räumen und Plätzen bleibt aber verboten.

"Wir schließen uns mit Privateer Holdings zusammen, weil sie das Vermächtnis unseres Vaters verstehen und respektieren", so Rohan Marley, Bob Marleys Sohn. "Mein Mann glaubte, das Kraut sei ein natürlicher und positiver Teil des Lebens", sagte Rita Marley, seine Frau, "und er dachte, dass es wichtig für die Welt sei. Er freute sich auf diesen Tag."

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Ab 2015 will das Unternehmen deshalb vor allem jene Sorten anbieten, die der verstorbene Reggae-Sänger besonders mochte. Bereits seit 2013 liefen Gespräche zwischen der Holding und der Familie von Bob Marley. In Deutschland gehört Cannabis zu den am häufigsten konsumierten illegalen Drogen. Sie ist allerdings auch Basis für Medikament, denn dem Stoff wird eine krampflösende und schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben.

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