Media-Saturn: Finanzchef Oliver Seidl verlässt Metro-Tochter

Media-Saturn: Finanzchef Oliver Seidl verlässt Metro-Tochter

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Ein Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn aufgenommen vor der Firmenzentrale in Ingolstadt.

Um sich "neuen beruflichen Aufgaben zu widmen" verlässt Finanzchef Oliver Seidl die Elektronikhandelskette Media-Saturn. Der streitbare Gesellschafter Erich Kellerhals hatte Seidl in der Vergangenheit scharf kritisiert.

Bei Europas größter Elektronikhandelskette Media-Saturn wirft Finanzchef Oliver Seidl das Handtuch. Der 53-Jährige werde die Media-Saturn-Holding zum nächstmöglichen Termin verlassen, teilte die Metro -Tochter am Dienstag mit. Er wolle sich "neuen beruflichen Aufgaben widmen". Heftige Kritik an Seidl hatte in der Vergangenheit der streitbare Media-Saturn-Minderheitsgesellschafter Erich Kellerhals geübt.

Kellerhals' nächster Streich Machtkampf um Media-Saturn eskaliert

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Media-Saturn-Veteran Erich Kellerhals vor Elektromärkten Quelle: dpa, imago, Montage

Erst im Januar hatte er Seidl nahegelegt, das Unternehmen zu verlassen. Kellerhals' Investmentgesellschaft teilte nun mit, sie begrüße den Abschied Seidls. Sie kritisierte zugleich, dass noch kein Nachfolger bereitstehe. "Wir erwarten nun von der Metro, zeitnah Gespräche mit der Convergenta Invest aufzunehmen, um einen neuen CFO konsensual zu bestellen."

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Die Gespräche könnten schwierig werden. Denn die beiden Anteilseigner liefern sich seit Jahren einen erbitterten Machtkampf um das Sagen bei Media-Saturn. Der Milliardär Kellerhals hält zwar nur eine Minderheitsbeteiligung von 21,62 Prozent an Media-Saturn - die restlichen Anteile liegen bei der Metro -, er verfügt aber über umfassende Veto-Rechte.

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Bayern/ ARCHIV: Ein Schild mit dem Logo des Elektronikhaendlers Media-Saturn haengt in Ingolstadt vor der Unternehmenszentrale der Media-Saturn Holding (Foto vom 19.07.11). Im Machtkampf um Media-Saturn gibt Unternehmensgruender Erich Kellerhals nicht auf. Selbst wenn der Grossaktionaer Metro ihm fuer seine Anteile an dem Elektronikunternehmen "viel Geld" bieten sollte, werde er nicht verkaufen, sagte der 72-Jaehrige der "Sueddeutschen Zeitung" (Montagausgabe vom 23.07.12). Kellerhals haelt 20 Prozent und kann damit Entscheidungen in der Gesellschafterversammlung blockieren. Metro wehrt sich dagegen. Seit 2011 laeuft ein Gerichtsstreit, am Dienstag (24.07.12) soll ein Schiedsgericht darueber entscheiden. Daneben gibt es ein Verfahren vor dem Oberlandesgericht Muenchen. (zu dapd-Text) Foto: Lennart Preiss/dapd Quelle: dapd

Kellerhals hatte in der Vergangenheit auch immer wieder versucht, Media-Saturn-Chef Pieter Haas aus dem Amt zu drängen. Er sieht den Manager als verlängerten Arm von Metro-Chef Olaf Koch, denn Haas ist zugleich auch Vorstandsmitglied bei dem Düsseldorfer Handelsriesen.

Bald könnten sich die Wege von Kellerhals und Koch aber trennen. Denn Koch will den Düsseldorfer Handelsriesen aufspalten, er selbst will Chef eines neuen Konzerns werden, der die Groß- und Supermärkte der Metro umfassen soll.

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