Medienbericht: Karstadt muss deutliche Umsatzeinbußen verkraften

ThemaEinzelhandel

Medienbericht: Karstadt muss deutliche Umsatzeinbußen verkraften

Karstadt muss laut Medienberichten mitten im schwierigen Umbau deutliche Umsatzeinbußen verkraften. In dem seit Anfang Oktober laufenden Geschäftsjahr 2012/13 liege der Umsatz bis Ende Februar jeweils um fast zehn Prozent unter Vorjahresniveau und auch unter den eigenen Planungen.

Mitten in einem schwierigen Umbau sollen angeblich sinkende Umsätze den Betriebsräten Sorge bereiten, wie der „Spiegel“ berichtet. Der Karstadt-Chef sieht das Unternehmen auf richtigem Weg.

Die Betriebsräte seien darüber in Sorge. Karstadt-Chef Andrew Jennings verwies am Sonntag auf dpa-Anfrage auf die komplexe Sanierung der Warenhauskette, die kurzfristig auch negative Effekte habe. Karstadt sei auf dem richtigen Weg und mache Fortschritte. Die im „Spiegel“ genannten Zahlen zu Umsatz und internen Planungen kommentierte Karstadt am Sonntag nicht. Ein Firmensprecher verwies darauf, dass man grundsätzlich keine Unternehmenszahlen kommentiere.
Jennings hat die Rückendeckung von Eigentümer Nicolas Berggruen. „Wir haben Karstadt 2010 aus der Insolvenz gekauft. Das Unternehmen war praktisch tot.

Anzeige

Warenhauskette Karstadt: Laues Lüftchen statt Orkan

Mit einem Sturm hatte Karstadt gerechnet, gekommen ist bloß eine leichte Brise aus Personalquerelen, Bunkermentalität, Konzeptsuche: Warenhauschef Andrew Jennings hat seinen Start verpatzt.

Karstadt-Chef Andrew Jennings Quelle: dpa

Heute lebt es“, erklärte Berggruen bereits am Samstag in einem schriftlichen Interview mit dpa. Die Neuausrichtung sei keine Schnellreparatur. „Das Management baut Karstadt komplett um. Es ist völlig normal, dass Umsätze zurückgehen, bevor es dann aufwärts geht.“ Jennings habe eine schwierige Aufgabe, die dieser bravourös löse. „Er macht Karstadt gemeinsam mit den Mitarbeitern zu dem modernen und kundenorientierten Unternehmen, das es sein soll.“
Laut „Spiegel“ lagen im Februar die Verkäufe um fast 12 Prozent unter den Planungen und die Umsätze 15 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Man sehe „mit großer Sorge die betriebswirtschaftlichen Entwicklungen“, heißt es dem Magazin zufolge in einem Schreiben der Betriebsräte an Jennings. Das Umsatzminus sei „alarmierend“ und gehe „an die Substanz der Unternehmen“. Von Seiten der Gewerkschaft Verdi war am Sonntag keine Stellungnahme zu bekommen.
Jennings verdeutlichte auf dpa-Anfrage, dass die Strategie stimme. „Unsere Strategie heißt deshalb "Karstadt 2015" und nicht "Karstadt März 2013"“, betonte er. Die Neuausrichtung sei auf einen mittel- und langfristigen Erfolg ausgerichtet. Es sei klar, dass ein Restrukturierungsprogramm kurzfristig negative Effekte habe.

Karstadt Deutsche Standorte bleiben erhalten

Beim Umbau der Warenhauskette Karstadt will der neue Chef Andrew Jennings bundesweit alle 115 Standorte erhalten. Auf Filialschließungen werde verzichtet.

Eine Kundin mit Quelle: dpa

„Wir sind mit Sicherheit auf dem richtigen Weg bei der Umsetzung unsere Strategie und sehen keinerlei Anlass, jede einzelne Woche das selbe Gerücht zu kommentieren“, unterstrich der Karstadt-Chef. „Karstadt macht gute Fortschritte.“ Karstadt hatte 2010/11 (30.09.) einen Verlust von knapp 21 Millionen Euro verbucht.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%