Mehr Umsatz im ersten Halbjahr : Gute Geschäfte im Einzelhandel

Mehr Umsatz im ersten Halbjahr : Gute Geschäfte im Einzelhandel

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Der Handel über das Internet ist nach wie vor ein starker Konkurrent für den Einzelhandel.

Die Inflation ist niedrig, der Arbeitsmarkt robust - die Verbraucher sind in Konsumstimmung. Der Einzelhandel kann sich über steigende Umsätze freuen.

Kauffreudige Verbraucher und der brummende Arbeitsmarkt bescheren den deutschen Einzelhändlern ihr bestes erstes Halbjahr seit mindestens 21 Jahren. Die Umsätze in den sechs Monaten bis Juni lagen inflationsbereinigt (real) 2,5 Prozent über dem Niveau vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Dies ist der größte Anstieg seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1994. "Das erste Halbjahr hat unsere Erwartungen übertroffen", sagte Stefan Hertel, ein Sprecher des Branchenverbands HDE. Die gute Konjunktur sorge für Rückenwind. "Die Leute haben Jobs und bekommen regelmäßiges Einkommen. Deshalb geben sie auch Geld aus." Über internationale Krisen wie in Griechenland und im Nahen Osten werde zwar viel gesprochen. "Das kommt aber im Geldbeutel nicht an."

Zuletzt hatten auch Daten der GfK-Marktforscher gezeigt, dass die Kauflaune der Deutschen wegen der Rekordbeschäftigung, steigender Löhne und niedriger Inflation derzeit blendend ist. "Den Deutschen geht es so gut wie kaum jemals zuvor", sagte Chefvolkswirt Holger Schmieding von der Berenberg Bank. Die Bürger trauten sich deshalb, mehr Geld auszugeben und griffen dafür kaum auf Kredite zurück. "Deshalb kann der private Verbrauch auch weiterhin solide wachsen, ohne dass sich daraus Gefahren ergeben", sagte Schmieding.

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Die größten Discounter der Welt 2014

  • Nummer zehn

    Dollar Tree belegt den zehnten Platz unter den weltgrößten Discountern. Das US-Unternehmen erzielte 2013 einen Umsatz von 6,2 Milliarden Euro.

  • Nummer neun

    Auch aus Skandinavien kommt ein Discounter, der es unter die Top Ten der weltgrößten geschafft hat: Rema 1000 gehört zum Konzern Reitangruppen. 2013 setzte das Unternehmen 6,8 Milliarden Euro um.

  • Nummer acht

    Der US-Discounter Family Dollar verkaufte 2013 Waren im Wert von 8,2 Milliarden Dollar und belegt damit weltweit den achten Platz unter den größten Discountern.

  • Nummer sieben

    Auch der siebtgrößte Discounter der Welt findet sich auf der Iberischen Halbinsel: Biedronka stammt aus Portugal und wird von JMR Jerónimo Martins Retails betrieben. 2013 setzte die Kette 8,3 Milliarden Euro um. Zum Vergleich: Aldi erwirtschaftete im gleichen Zeitraum mehr als den siebenfachen Betrag.

  • Nummer sechs

    Die sechstgrößte Discountkette der Welt stammt aus Spanien. Das Unternehmen mit dem Namen Dia (zu Deutsch „Tag“) setzte 2013 11,4 Milliarden Euro um.

  • Nummer fünf

    Auf dem fünften Platz findet sich wieder ein deutsches Unternehmen: Der Discounter Penny, der zur Rewe-Gruppe gehört. 2013 betrug der Umsatz des Discounters laut Ranking von Planet Retail 12,1 Milliarden Euro.

  • Nummer vier

    Erst an vierter Stelle ist ein nicht-deutsches Unternehmen zu finden. Die US-Kette Dollar General verkaufte 2013 Waren im Wert von 13,9 Milliarden Euro.

  • Nummer drei

    Mit großem Abstand folgt der drittgrößte Discounter der Welt: Netto. Die Kette gehört zur Edeka-Gruppe und erzielte 2013 14,2 Milliarden Euro Umsatz.

  • Nummer zwei

    Der Discounter Lidl, der zur Schwarz Gruppe gehört, belegt im Ranking der weltgrößten Discounter den zweiten Platz. 2013 betrug der Brutto-Außenumsatz der Supermarktkette 59 Milliarden Euro.

  • Nummer eins

    Aldi ist die Nummer eins im Ranking von Planet Retail (Juni 2014) im weltweiten Discounter-Markt. 2013 machte das deutsche Unternehmen einen Brutto-Außenumsatz von 61,1 Milliarden Euro.

Vom steigenden Konsum profitiert der klassische Einzelhandel jedoch zunehmend weniger. "Der Anteil des Einzelhandelsumsatzes am privaten Konsum sank zwischen 2000 und 2014 von knapp 36 Prozent auf fast 29 Prozent", sagte HDE-Sprecher Hertel und betonte mit Blick auf die gute Verbraucherlaune: "Stimmung ist nicht gleich Umsatz." Denn die Deutschen hätten seit Jahren immer mehr für Reisen, Freizeitangebote, Wellness, Renovierungen und Energie ausgegeben. Trotz dieser Tendenz zieht der HDE nach den ersten sechs Monaten eine positive Bilanz: "Wir liegen leicht über unserer Umsatzprognose von nominal plus 1,5 Prozent für 2015." Vorerst bleibe der Verband bei seiner Schätzung, will sie aber gegebenenfalls im September aktualisieren.

Gut lief es bislang vor allem beim Internet- und Versandhandel, in Apotheken sowie bei Geschäften mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten. Im Juni hatten die Einzelhändler zwar 5,3 Prozent mehr in den Kassen als vor Jahresfrist. Allerdings zählte der Monat auch zwei Verkaufstage mehr als im Jahr zuvor. Von Mai auf Juni sanken die Erlöse jedoch um 2,3 Prozent. Dies war nach inflationsbereinigten Zahlen der stärkste Rückgang seit Dezember 2013. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet.

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