Metro: Amtsgericht gibt grünes Licht für Aufspaltung

Metro: Amtsgericht gibt grünes Licht für Aufspaltung

, aktualisiert 12. Juli 2017, 11:05 Uhr
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Das Metro-Logo

Der Handelsriese Metro hat die letzte Hürde auf dem Weg zu seiner Aufspaltung genommen. Das Amtsgericht Düsseldorf trug die Aufteilung ins Handelsregister ein.

Der Handelsriese Metro hat die letzte Hürde auf dem Weg zu seiner Aufspaltung genommen. Das Amtsgericht Düsseldorf trug die Aufteilung ins Handelsregister ein. Metro-Chef Olaf Koch ist damit am Ziel, bereits am Donnerstag sollen die beiden aus der bisherigen Metro hervorgehenden Unternehmensteile an der Börse notiert sein. "Ein historischer Tag – für unsere Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden", sagte Koch.

Mit der Entscheidung des Amtsgerichts kann Koch seine Pläne nach langen Vorbereitungen und juristischen Streitigkeiten endgültig umsetzen. Es entsteht ein Lebensmittelhändler mit rund 37 Milliarden Euro Jahresumsatz und mehr als 150.000 Mitarbeitern in 35 Ländern, der aus dem bisherigen Konzern herausgelöst wird. Die Anteilseigner der "alten" Metro sollen Aktien dieser neuen Gesellschaft erhalten. Das Zuteilungsverhältnis wird 1:1 betragen - für jede Metro-Stammaktie soll es also eine Stammaktie des Lebensmittelhändlers geben. Die Papiere sollen ihren Besitzern im Laufe des Tages nach Handelsschluss zugeteilt werden. Die Großbanken BofA Merrill Lynch und JPMorgan sollen die neue Metro an die Börse begleiten, die dann auch ein Kandidat für das Börsensegment MDax ist. Koch ist damit im Zeitplan: Er hatte angekündigt, dass die Aktien der neuen Metro bis Mitte Juli an der Börse notiert sein sollen.

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Europas größter Elektronikhändler Media-Saturn ist Teil der neuen Holding Ceconomy, diese soll als Nachfolgerin der alten Metro ab Donnerstag im MDax gehandelt werden. Sie kommt bislang auf einen Jahresumsatz von rund 22 Milliarden Euro mit 65.000 Mitarbeitern. Die neuen Konzerne sollen sich nach dem Willen Kochs auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, um schlagkräftiger und für Investoren attraktiver zu werden. Anleger könnten sich - anders als bei der alten Metro - aussuchen, ob sie sich im Handel mit Lebensmittel oder mit Elektronikgeräten engagieren wollen. Auch Zukäufe würden erleichtert. "Wir erwarten beschleunigtes Wachstum, mehr Effizienz und sind sehr optimistisch, Werte für unsere Anteilseigner zu schaffen", versprach Koch, der auch an der Spitze des neuen Lebensmittelhändlers stehen soll. Media-Saturn-Chef Pieter Haas führt dagegen Ceconomy. Analysten hatten der alten Metro vorgeworfen, sie hinke bei der Profitabilität hinter vergleichbaren Wettbewerbern hinterher.

Gegen die Aufteilung hatte sich Media-Saturn-Minderheitseigner Erich Kellerhals gestemmt. Er fürchtet, dass sein Einfluss in der neuen Holding schwindet. Kellerhals hatte sich juristisch erbittert gegen die Teilung gewehrt, das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte der Metro indes in weiten Teilen Recht gegeben. "Nach Auffassung des Registergerichts liegen die Voraussetzungen für die Eintragung der Ausgliederung und Abspaltung vor", teilte nun auch das Amtsgericht mit. Auch die verbliebenen Feststellungsklagen gegen die Spaltung stünden der Eintragung nicht im Weg. Dabei habe das Gericht auch berücksichtigt, dass die Aufspaltung bei der Metro-Hauptversammlung mit über 99 Prozent abgesegnet worden sei. "Bei einer Eintragung erst nach einer rechtskräftigen Entscheidung der Feststellungsklagen würde der Gesellschaft unzweifelhaft Schaden entstehen."

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