Metro-Chef Koch: Media Markt und Saturn greifen Amazon an

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exklusivMetro-Chef Koch: Media Markt und Saturn greifen Amazon an

von Henryk Hielscher und Stephanie Heise

Der Handelskonzern Metro will bei seinen Töchtern Media Markt durch den flächendeckenden Einsatz elektronischer Preisschilder gegen Online-Versandhändler Amazon punkten.

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Ein Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn vor der Firmenzentrale in Ingolstadt.

Media Markt und Saturn wollen gegen den amerikanischen Online-Giganten Amazon künftig mit mehr Innovationen „etwa im Bereich Online-Content“ punkten, kündigte Metro-Chef Olaf Koch im Interview mit der WirtschaftsWoche an. „Ein großer Teil der Smart-TVs, also der onlinefähigen Fernsehgeräte, werden bei Media Markt und Saturn gekauft. Wenn es uns gelingt, den Kunden Paketlösungen anzubieten – ihnen etwa die Geräte einzurichten –, dann kann das ein großer Wurf werden“, sagte Koch.

Derzeit erzielt die Elektroniksparte rund sieben Prozent des Umsatzes im Netz, gut 1,5 Milliarden Euro. Für dieses Jahr würden zehn Prozent angepeilt, so Koch: „Das ist ein Etappenziel, da ist deutlich mehr möglich. Im stationären Elektronikhandel erreichen wir Marktanteile von 15 bis 20 Prozent. Das sollte mittel- bis langfristig auch online möglich sein.“

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Um den schnellen Preisschwankungen im Netz zu begegnen, sollen mit elektronischen Schildern die Preise in den stationären Märkten zeitnah angepasst werden. „Wir haben elektronische Preisetiketten bereits in den neuen Standorten in Ingolstadt und wollen sie möglichst bald flächendeckend einsetzen“, sagte Koch. Auf Knopfdruck könnte dann ein kompletter Markt mit neuen Preisen ausgeschildert werden.

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