Metro: Handelskonzern will sich aufspalten

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Metro: Handelskonzern will sich aufspalten

, aktualisiert 30. März 2016, 11:16 Uhr
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Der Handelskonzern Metro prüft eine Aufspaltung des Unternehmens in zwei unabhängige Firmen. Das teilte die Metro am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Der Handelskonzern Metro prüft eine Aufspaltung des Unternehmens in zwei unabhängige Firmen. Das teilte der Konzern Metro am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Der Handelsriese Metro will sich aufspalten. Metro prüfe eine Aufteilung des Konzerns in zwei unabhängige, börsennotierte Geschäftseinheiten, teilte der Düsseldorfer Konzern am Mittwoch mit. Metro-Chef Koch sagte in einem ersten Statement, dass nun die historische Chance für eine Aufspaltung gekommen sei. Er hatte in den vergangen Jahren im Metro-Reich aufgeräumt und die Netto-Verschuldung um rund fünf Milliarden Euro abgebaut - unter anderem durch den Verkauf der Warenhaustochter Kaufhof. Metro erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von knapp 60 Milliarden Euro, rund 21 Milliarden Euro davon entfielen auf Media-Saturn.

Das Großhandels- und Lebensmittelgeschäft um die Cash&Carry-Märkte und die Real-Supermärkte solle im Wege einer Abspaltung auf eine neue Gesellschaft übertragen werden, bei der heutigen Metro solle die Elektronikhandelskette Media-Saturn verbleiben. Durch die Aufspaltung sollten beiden Teilen neue Wachstumsperspektiven eröffnet werden. Auch solle der Börsenwert deutlich gesteigert werden. "Zwischen den beiden Unternehmen existieren nur sehr wenige operative Überschneidungen und sehr wenige Synergien", heißt es in einer Mitteilung der Metro AG.

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Cash&Carry betreibt rund 750 Großhandelsmärkte in 25 Ländern - darunter Wachstumsmärkte wie China oder Indien. Auch in Osteuropa, vor allem aber in Russland, hat die Kette eine starke Position. Cash&Carry erzielte zuletzt mit knapp 30 Milliarden Euro gut die Hälfte der Erlöse des Metro-Konzerns, über 110.000 Menschen arbeiten für die Kette. Koch hatte Cash&Carry eine stärkere Orientierung an Dienstleistungen verordnet, unter anderem durch Belieferung der Kunden soll die Firma wachsen.



Unter anderem der Aufsichtsrat muss den Plänen aber noch zustimmen, die dann bis Mitte 2017 umgesetzt werden könnten. Die Großaktionäre Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim unterstützten das Vorhaben, zwei unabhängige Unternehmen zu schaffen. "Wir begrüßen die strategische Entscheidung", sagte ein Haniel-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters.

Stimmen die Aufsichtsräte zu, sei vorgesehen, dass Olaf Koch das Großhandels- und Lebensmittel-Geschäft führt, während Pieter Haas, derzeit CEO von Media-Saturn, die Leitung der Consumer Electronics Gruppe übernimmt, so der Konzern. Am Mittwochmittag will die Metro AG ihre Pläne im Rahmen einer Pressekonferenz erläutern.

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