Metro: Handelsriese zahlt Aktionären höhere Dividende

Metro: Handelsriese zahlt Aktionären höhere Dividende

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Metro will mehr Geld an seine Aktionäre ausschütten.

Dank Fortschritten bei der Neuausrichtung des Konzerns will der Handelsriese Metro seinen Anteilseignern eine höhere Dividende zahlen.

Der Handelskonzern Metro kommt bei seinem Umbau voran und will deshalb mehr Geld an seine Anteilseigner ausschütten. Für das Geschäftsjahr 2014/15 sollen die Aktionäre je Stammaktie einen Euro und damit zehn Cent mehr als im Vorjahr bekommen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auch künftig können die Anteilseigner um den Großaktionär Haniel auf höhere Ausschüttungen hoffen: Metro will in Zukunft 45 bis 55 Prozent des Ergebnisses je Aktie vor Sonderfaktoren ausschütten, bisher lag die Bandbreite bei 40 bis 50 Prozent. An der Börse griffen die Anleger zu: Die Metro-Aktien legten am Morgen um rund fünf Prozent auf 30,36 Euro zu.

"Der positive und nachhaltige Fortschritt unserer Neuausrichtung sowie die stark verbesserte Nettoverschuldung markieren einen Meilenstein in der Entwicklung der Metro Group", bilanzierte Konzernchef Olaf Koch. Eine Sonderdividende aus dem Verkauf der Warenhaustochter Kaufhof gibt es indes nicht - Koch hatte angekündigt, die Mittel für Investitionen und den Schuldenabbau nutzen zu wollen.

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Die Top 10 Warenhausbetreiber Europa 2015

  • Rang 10

    Unternehmen: Dunnes
    Land: Großbritannien
    Brutto-Außenumsatz (2013): 2.365 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 155
    Verkaufsfläche: 293.113 m²

    Quelle: Planet Retail - 9. Juni 2015

  • Rang 09

    Unternehmen: Karstadt (ohne Karstadt Feinkost (Perfetto))
    Land: Deutschland
    Brutto-Außenumsatz (2013): 2.770 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 86
    Verkaufsfläche: 1.263.254 m²

  • Rang 08

    Unternehmen: Debenhams
    Land: Großbritannien
    Brutto-Außenumsatz (2013): 3.199 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 186
    Verkaufsfläche: 1.264.607 m²

  • Rang 07

    Unternehmen: Home Retail Group
    Land: Großbritannien
    Brutto-Außenumsatz (2013): 3.299 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 754
    Verkaufsfläche: 544.533 m²

  • Rang 06

    Unternehmen: Metro Group (nur Galeria Kaufhof (ohne Sport Arena und Dinea))
    Land: Deutschland
    Brutto-Außenumsatz (2013): 3.336 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 120
    Verkaufsfläche: 1.298.820 m²

  • Rang 05

    Unternehmen: Galeries Lafayette
    Land: Frankreich
    Brutto-Außenumsatz (2013): 3.604 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 64
    Verkaufsfläche: 530.048 m²

  • Rang 04

    Unternehmen: John Lewis
    Land: Großbritannien
    Brutto-Außenumsatz (2013): 3.764 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 41
    Verkaufsfläche: 437.839 m²

  • Rang 03

    Unternehmen: Casino
    Land: Frankreich
    Brutto-Außenumsatz (2013): 4.051 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 304
    Verkaufsfläche: 546.700 m²

  • Rang 02

    Unternehmen: El Corte Inglés
    Land: Spanien
    Brutto-Außenumsatz (2013): 9.531 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 88
    Verkaufsfläche: 2.420.000 m²

  • Rang 01

    Unternehmen: Marks & Spencer (ohne Spezialkonzepte)
    Land: Großbritannien
    Brutto-Außenumsatz (2013): 11.258 Mio. Euro
    Anzahl Filialen: 387
    Verkaufsfläche: 1.404.958 m²

"Das Geschäftsjahr 2014/15 markiert eine Zeitenwende für die Metro Group", hatte Koch seine Aktionäre bereits im Oktober auf eine Erhöhung der Dividende eingestimmt. "Wir haben es geschafft, wieder Dynamik in unser Kerngeschäft zu bringen." Metro hatte in dem im September abgelaufenen Geschäftsjahr bereinigt um Wechselkurseffekte und Marktschließungen ein Umsatzplus von 1,5 Prozent erreicht.

Koch trimmt den Konzern auf mehr Umsatz und Profit - und dürfte bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr die Gewinne gesteigert haben. Denn die Ausschüttungsquote für 2014/15 soll bei 52,4 Prozent liegen. Basis für die Bemessung der Quote ist das Ergebnis je Aktie vor Sonderfaktoren, dieses dürfte damit bei über 1,90 Euro liegen. Im Geschäftsjahr 2013/14 waren es 1,84 Euro.

"Bei Metro Cash&Carry haben wir bereits neun Quartale mit flächenbereinigtem Umsatzwachstum erreicht, bei Media-Saturn fünf", sagte Koch. Vor allem das langjährige Sorgenkind Media-Saturn hatte Metro wieder auf Kurs gebracht, das Online-Geschäft wurde massiv ausgebaut und besser mit den bestehenden Märkten verschränkt. Europas größte Elektronikhandelskette blickt nun optimistisch auf das wichtige Weihnachtsgeschäft.

Metro nach dem Kaufhof-Deal „Wir schalten auf Angriff um“

Der Verkauf der Kaufhof-Warenhäuser hat dem Metro-Konzern Milliarden gebracht. Jetzt will Vorstandschef Olaf Koch kräftig investieren – und sparen. Er kündigt die Tarifbindung von Real auf.

Nach dem Kaufhof-Verkauf geht Metro Group in die Offensive. Ein interner Slogan heißt "Back to Attack" - was diese Agenda bedeutet. Quelle: dpa/Montage

Im Heimatmarkt könnte die Kette zulegen: "Der Umsatz wird voraussichtlich besser werden als noch im Vorjahr", hatte Media-Saturn-Deutschlandchef Wolfgang Kirsch erst Ende Oktober der Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Genaue Ziele für das laufende Geschäftsjahr 2015/16 könnte Koch nun am 15. Dezember vorlegen, dann will er auch die genauen Zahlen für das abgelaufene Jahr präsentieren.

Koch hat zudem Geld für Zukäufe in der Kasse, denn rund 1,75 Milliarden Euro sind aus der Veräußerung des Kaufhofs an den nordamerikanischen Handelskonzern Hudson's Bay in die Kassen der Metro geflossen. Das Kerngeschäft rund um die Großhandelsmärkte und Media-Saturn sowie das Online-Geschäft sollen nun ausgebaut werden.

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