
Bei den Buchungsportalen für Hotels, Flüge und Mietautos werden die Karten neu gemischt: Priceline.com will den Konkurrenten Kayak für 1,8 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro) kaufen. Die Verwaltungsräte beider US-Unternehmen seien sich einig über das Geschäft, erklärte Priceline am späten Donnerstag. Dass Priceline jetzt zuschlägt, wird als Angriff auf die Branchengröße Expedia gewertet.
Kayak ist eine Preissuchmaschine für Reisen. Hier lassen sich Angebote zahlreicher Anbieter direkt miteinander vergleichen. Vor allem in den USA ist Kayak populär, es gibt aber auch eine deutschsprachige Website. Das Online-Reisebüro Priceline ist in Europa über die Tochter Booking.com aktiv.
Die Wettbewerbshüter und vor allem die Kayak-Aktionäre müssen bei der Übernahme noch mitziehen. Priceline bietet 500 Millionen Dollar in bar und den Rest der Summe in eigenen Aktien. Pro Kayak-Anteilsschein sollen 40 Dollar fließen, das ist ein Aufschlag von 29 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. Die Aktie rückte am Freitag vorbörslich entsprechend nach. Der Kurs der Priceline-Aktie sank dagegen um knapp zwei Prozent.
- Bild: Screenshot
HLX
Das jüngste Portal der Branche ist das L-Tur-Produkt hlx.com - es ging im Dezember 2011 online. HLX baut komplette Urlaubsreisen mit Flug, Übernachtung und Extras von Verpflegung bis Transfers à la Minute nach den Wünschen des Kunden zusammen und vergleicht den eigenen Preis mit den Angeboten von 160 Wettbewerbern.
Im Unterschied zu vielen anderen Reise-Portalen vergleicht HLX keine vorgeschnürten Pakete, sondern greift auf 220 Millionen mögliche Kombinationen von Flug und Hotel aus dem Bestand der Reiseanbieter zu und zimmert ein persönliches Paket.
Bild: ScreenshotPlatz 10: Travelocity Europe
Umsatz 2010: 130 Mio. Euro
Travelocity belegt nach Schätzungen der fvw-Redaktion den zehnten Platz der Online-Reiseportale in Deutschland mit Portalen wie www.lastminute.de. Ein Vergleich des Umsatzes mit Zahlen aus dem Jahr 2009 ist nicht möglich, weil einige Unternehmensteile für die diesjährige Schätzung weggelassen wurden.
Pluspunkte gibt es für Hotelvideos, kleine Reisegeschichten, Top-Ten-Listen und das breite Angebot inklusive Ferienhäusern.
Abzüge gibt es für ein etwas unübersichtliches Layout, die relativ komplizierte Suche und noch spärlich vorhandenen Bewertungen.
Quelle für die Umsatzzahlen: fvw-Das Magazin für Touristik und Business-Travel
Bild: ScreenshotPlatz 9: Travix (BCD)
Umsatz 2010: 150 Mio. Euro
Mit seinen Portalen www.cheaptickets.de und www.flugladen.de belegt Travix den neunten Platz im Ranking.
Bild: ScreenshotPlatz 8: RTK-Gruppe
Umsatz 2010: 191,2 Mio. Euro
Die RTK-Gruppe betreibt Merson.de, RT-Reisen.de (siehe Bild) und etliche Mitgliederportale.
Bild: ScreenshotPlatz 7: Comvel
Umsatz 2010: geschätzte 2010 Millionen Euro*
Comvel betreibt die Portale weg.de, ferien.de und payback-reisen.de.
Pluspunkte sammeln die Reiseseiten des Kölner Media Ventures dadurch, dass neben der Suchmaske auch eine freie Suche möglich ist, eigene Skiseiten mit Web-Cams angeboten werden und eigene Veranstalter-Angebote.
Abzüge gibt es für die im Gegensatz zu anderen Portalen etwas aufdringliche Werbung
* Die Schätzungen beruhen auf Expertenmeinungen, Angaben zum Traffic und den genannten Vorjahresumsätzen
Bild: dpaPlatz 6: TUI
Umsatz 2010: geschätzte 225 Millionen Euro
TUI ist unter anderem mit den Portalen TUIfly.de, 1-2Fly, Discount-Travel.de im Web präsent. Größter Umsatzbringer ist das ehemalig Airline-Portal Tuifly.com, das seit 2009 von TUI Deutschland betrieben wird.

Platz 5: Holidaycheck
Umsatz 2010: geschätzte 410 Mio. Euro; + 46,5 %
Holidaycheck.de ist ein Tochterunternehmen der Tomorrow-Focus. Die Angaben zum Umsatz basieren auf deren Angaben zum Nettoumsatz im Bereich E-Commerce und berücksichtigt zudem Expertenmeinungen.

Platz 4: Opodo
Umsatz 2010: 468 Mio. Euro, + 14,4 %
Opodo sichert sich Platz vier mit nur einem Portal, Opodo.de.
Bild: ScreenshotPlatz 3: Schmetterling
Umsatz 2010: 488,2, + 16,2 %
Schmetterling ist nach eigenen Angaben drittgrößter Online-Reiseportalbetreiber. Die fvw-Experten schließen aber nicht aus, dass das Unternehmen bei den Angaben einige Umsätze doppelt zählt.
Die Reiseportale von Schmetterling sind unter anderem schmetterling.24.de und buche24.de.
Bild: ScreenshotPlatz 2: Expedia
Umsatz 2010: 745 Mio. Euro; + 23 %
Expedia war einer der Pioniere im Markt für Online-Buchungen und hat sich dort schon lange etabliert. Der Betreiber setzt nach wie vor allein auf die Seite expedia.de und ist börsennotiert.
Pluspunkte sammelt das Portal mit seiner übersichtlichen Seite, seinem eigenen Reiseangebot, vielen Zusatzinfos und Bewertungen.
Abzüge gibt es für die etwas US-lastigen Informatioen und die sehr präsente Werbung.
HLX
Das jüngste Portal der Branche ist das L-Tur-Produkt hlx.com - es ging im Dezember 2011 online. HLX baut komplette Urlaubsreisen mit Flug, Übernachtung und Extras von Verpflegung bis Transfers à la Minute nach den Wünschen des Kunden zusammen und vergleicht den eigenen Preis mit den Angeboten von 160 Wettbewerbern.
Im Unterschied zu vielen anderen Reise-Portalen vergleicht HLX keine vorgeschnürten Pakete, sondern greift auf 220 Millionen mögliche Kombinationen von Flug und Hotel aus dem Bestand der Reiseanbieter zu und zimmert ein persönliches Paket.
Kayak war erst im Juli an die Börse gegangen und hatte dabei gut 90 Millionen Dollar eingenommen. Konkurrent Expedia hatte seine Reisesuchmaschine und Bewertungsplattform TripAdvisor abgespalten und Ende 2011 an die Börse gebracht. Priceline ist in den USA unter anderem durch Werbung mit „Raumschiff Enterprise“-Star William Shatner (Captain Kirk) bekanntgeworden.
Priceline-Chef Jeffery Boyd räumte in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ zwar ein, dass man Kayak vor dem Börsengang hätten deutlich billiger kriegen können - die Aktie war damals noch zu einem Ausgabepreis von 26 Dollar verkauft worden. Zugleich fühle man sich als Investor jetzt viel sicherer, weil Kayak den harten Platzierungsprozess durchlebt habe. Boyd hob unter anderem die mobile Software von Kayak hervor. Kayak solle als unabhängiger Bereich fortgeführt werden, hieß es.
























