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Millionenverlust: Iberia entlässt fast ein Viertel der Mitarbeiter

Quelle: Handelsblatt Online

Während British Airways Gewinne einfliegt, steckt die spanische Schwester Iberia weiterhin tief in den roten Zahlen. Nun soll massiv Personal gekürzt werden. Airline-Chef Walsh träumt bereits von einer neuen Airline.

Iberia Quelle: REUTERS
Die spanische Fluggesellschaft Iberia streicht rund 4500 Stellen. Quelle: REUTERS

Die spanische Fluggesellschaft Iberia will fast ein Viertel ihrer 20.000 Arbeitsplätze abbauen. Wie das Unternehmen am Freitag in Madrid mitteilte, soll die Belegschaft um 4500 Mitarbeiter verringert werden. Angesichts der hohen Verluste werde die Gesellschaft Routen streichen und sich auf rentable Strecken konzentrieren.

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Die Dachgesellschaft International Airlines Group (IAG), zu der auch British Airways gehört, hatte zuvor für die ersten neun Monate dieses Jahres einen Verlust von 39 Millionen Euro bekanntgegeben. Im Vorjahreszeitraum hatte IAG noch einen Gewinn von 338 Millionen Euro erzielt.

Die grün-rote Regierung in Baden-Württemberg will das Personal in der Landesverwaltung weiter reduzieren. Nach Informationen der "Stuttgarter Zeitung" stehen in der Landesverwaltung 5000 Stellen zur Disposition - zusätzlich zu den 11 .600 Lehrerstellen, die eingespart werden müssen. Nach Berechnungen des Finanzministeriums brächten die Stellenstreichungen einen Gesamteinsparbetrag von 236 Millionen Euro. Kürzungen plant Finanzminister Nils Schmid (SPD) auch durch eine Zentralisierung der Informations- und Kommunikationstechnik, die in einem Landesbetrieb zusammengefasst werden soll. Im Etat klafft derzeit eine strukturelle Deckungslücke von 2,5 Milliarden Euro.

Bild: dapd

Mit der Schuldenkrise ist auch die Reiselust der Spanier merklich gesunken. Das bekommt die Iberia zu spüren: Während Schwesterkonzern British Airways die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent gestiegen ist, transportieren die Spanier 3,7 Prozent weniger Passagiere. Iberias Flotte soll darum um 25 Flugzeuge gekürzt werden, um die Kapazität der Airline im nächsten Jahr um 15 Prozent senken – und die Profitabilität um 600 Millionen Euro zu steigern.

„Wir wollen, dass Iberia stark und erfolgreich ist”, sagte IAG-Chef Willie Walsh. Zu lange hätten Eigeninteressen einiger weniger die Zukunft vieler anderer bedroht. „Wir werden nicht zögern, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die Interessen unserer Aktionäre zu schützen“.

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Auch bei der Konkurrenz herrscht der Sparkurs. Bereits Ende Oktober hatte Air France-KLM angekündigt, rund 1.300 Stellen bei der niederländischen Airline und 5.000 Stellen bei der französischen Airline streichen zu wollen. Die Lufthansa will 3.500 Verwaltungsstellen und 1.000 Stellen im Caterin abbauen.

Mit einem 113 Millionen-Euro-Angebot für die spanische Vueling Airlines will IAG-Chef Walsh darum eine neue starke Billigfluglinie auf der iberischen Halbinsel schaffen. Schon heute hält das Unternehmen 45,85 an Spaniens zweitgrößter Airline. Mit dem Kauf könnten auch die Kosten bei Iberia gesenkt werden. Bereits jetzt hat Walsh weite Teile des Kurzstreckengeschäfts der Airline auf die konzerneigene Billigairline Iberia Express verlagert, die vor allem mit schlechter bezahltem Personal in die Gewinnzone strebt.

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