Bild: dpaFlipflops
Niemand geht barfuß zur Arbeit und da Flipflops und auch viele Sandalen nicht viel mehr zu bieten haben, sind sie ein absolutes No-Go im Büro. Wer mit den Schlappen durch die Gegend rutschen möchte, sollte das also beim Shopping oder im Urlaub machen. Zum nackten Fuß zählt übrigens auch...
Bild: FotoliaNackte Füße in Schuhen
..., wenn Männer die Socken in den Schuhe weglassen. Ja, es fällt den Kollegen auch unter der langen Hose auf, wenn die Socken fehlen und ebenso wie die Mickey-Mouse-Socken ist der nackte Fuß im schicken Schuh ziemlich unpassend und riecht übrigens noch schneller unangenehm. Für Frauen sieht das anders aus. Schicke Schuhe oder Ballerinas ohne Socken sind in Ordnung.
Bild: dpaMinirock
Zu kurz, viel zu kurz. Und das geht auch bei den heißesten Temperaturen nicht. Wer als Frau im Sommer gern zum Rock greift, darf das natürlich. Auf das besonders kurze Modell sollte sie aber verzichten und sich dieses modische Kleidungsstück eher für die Cocktailbar oder das nächste Date aufheben.
Heute darf es schon kürzer sein als Knie. Die alte Regel "alles, was das Knie bedeckt", kann heute über Bord geschmissen werden, aber bei deutlich kürzeren Röcken sollte jede Frau zweimal nachdenken, bevor sie im Büro hinterher mehr zeigt, als sie vielleicht möchte.
Bild: dpaStringtanga
Klein aber fein gilt in diesem Fall nicht für das Büro – zumindest wenn er zu sehen ist. Was der Kollege oder Arbeitnehmer drunter trägt, geht eigentlich niemanden etwas an, sollte es aber sichtbar werden durch zu kurze, zu enge oder durchsichtige Kleidung könnte es peinlich werden und der Träger wird zum Tratschthema Nummer Eins.
Bild: FotoliaDurchsichtige Oberteile
Ein schönes weißes oder leicht gelbes Hemd, ein Hauch von Flieder oder ein sanftes Hellblau können immer Sommer Abwechslung an die Kleiderstange und den Körper bringen. Ganz wichtig ist dabei aber die Qualität des Kleidungsstücks. Sollte es zu dünn sein oder BH oder Unterhemd darunter zu farbintensiv kann es schnell durchscheinen. Auch der letzte Weihnachten gewachsene Wohlstandsbauch malt sich dann gerne ab. Bitte nicht!
Bild: dpaTattoos im Blickfeld
Die kleine oder größere Jugendsünde oder das Symbol für Lieblingsband oder –verein lässt sich in den kälteren Monaten häufig ganz leicht verstecken. Peinlich wird es, wenn auf einmal das Kunstwerk auf der Haut unliebsam hervorblitzt. Tolles Gesprächsthema und häufig beim Chef nicht so gerne gesehen...
Bild: dpaÜppiger Ausschnitt
Bei sommerlicher Kleidung wird alles ein wenig kürzer und knapper. Frauen sollten hier besonders auf den Ausschnitt achten. Viele wunderschöne Sommertops bieten auch einen größeren Ausblick, auf den Frau beim Arbeitsplatz aber besser verzichten sollte. Zu aufreizend ist in den Sommermonaten gar nicht nötig. Im Büro ist es sowieso schon warm genug.
Bild: dpaKurze Männerhosen
Ein behaartes Männerbein kann ein schöner Anblick sein, aber dann doch bitte im Straßencafé, im Garten oder am Strand. Der Kollege am Konferenztisch sollte dies besser vermeiden, denn diese Freizügigkeit wird genauso ungern gesehen, wie der Minirock bei der Kollegin. Da bleibt nichts anderes übrig als weiterhin zur langen Hose zu greifen – es gibt ja auch dünnere Modelle.
Bild: dpaBauchfrei
Der Trend der Neunziger Jahre ist zwar auch von den deutschen Straßen und aus den Clubs Größtenteils verschwunden – auch wenn er wiederzukommen scheint. Im Büro ist es selbstverständlich, dass dieses Outfit nicht erwünscht ist. Es muss aber nicht gleich ein entsprechendes Oberteil sein. Männer wie Frauen sollten auch bei kürzeren Blusen und Hemden etwa darauf achten, dass diese nicht unabsichtlich zur bauchfreien Kleidung werden.
Bild: FotoliaSchweißflecken
Egal wie angemessen der Vorzeigemitarbeiter gekleidet ist, sollte er denk Faktor Hitze immer bedenken. Auch die schickste Bluse kann nämlich zu warm werden und die Krawatte den Schweißausbruch definitiv nicht stoppen.
Schweißfleckenalarm ist dann angesagt und es gibt wohl nichts, was einen Kollegen weniger gut aussehen lässt als dieser Anblick.
Flipflops
Niemand geht barfuß zur Arbeit und da Flipflops und auch viele Sandalen nicht viel mehr zu bieten haben, sind sie ein absolutes No-Go im Büro. Wer mit den Schlappen durch die Gegend rutschen möchte, sollte das also beim Shopping oder im Urlaub machen. Zum nackten Fuß zählt übrigens auch...
Muss man jede Mode mitmachen? Natürlich nicht. Deshalb besteht meistens auch kein Grund, über den Inhalt des Kleiderschranks nachzudenken. Das gilt zumindest für eine Vielzahl von Männern und ihren Anzügen. Sind in der Freizeit von Saison zu Saison maßvolle Innovationen vielleicht noch erwünscht, so herrscht beim Anzug seit Jahren das Diktat des Immergleichen: Schlank, sportlich, dynamisch und figurbetont lautet das Dogma der Bürouniform. Und vor allem: Immer schön in einer Reihe bleiben. Allenfalls die Zahl der Knöpfe gab in den vergangenen Jahren, ja Jahrzehnten, Anlass für Diskussionen.
Und nun ist er wieder da, um entstaubt und getragen zu werden: der Zweireiher. Noch ruft bei einigen Männern und ihren Frauen der Gedanke einen gelinden Schrecken hervor, den Bauch demnächst wieder sowohl mit einem inneren als auch äußeren Knopf zu verschließen und mit im Trapez angeordneten Knopfreihen im Büro, im Theater oder auf der Silberhochzeit der besten Freunde zu erscheinen.
Eine Modewelle dauerte zwischen 72 bis über 100 Jahre
Doch Mode geht – und kommt. Der französische Philosoph Roland Barthes schrieb schon 1967 in seinem Buch „Die Sprache der Mode“: „Jede neue Mode schlägt eine Erbschaft aus und untergräbt den Zwang der vorherigen.“ Die amerikanischen Wissenschaftler Jane Richardson und A.L. Kroeber berechneten 1952 die Zeitperioden, die zwischen 1788 und 1934 vergingen, bis die Maße von Rocklänge, -weite, Taille und die Tiefe und Breite des Dekolletés wieder da sind, wo sie schon einmal waren. In detaillierten Diagrammen belegten sie, dass die Dauer einer Welle zwischen 72 und 116 Jahren beträgt.
Ganz so viel Zeit bleibt heutzutage nicht mehr. Auch nicht in der Männermode. Mode ist immer Spiegel gesellschaftlicher Prozesse. Und die haben sich seit den Fünfzigerjahren rasant beschleunigt. Der Zweireiher, so schwer er einstweilen in den Boutiquen der modernen Anzugunternehmen von Strellson über Hugo Boss bis Windsor zu finden ist, kommt garantiert schneller wieder als nach seinem vorletzten Tief Ende der Fünfzigerjahre.
Die erste Hochphase der jüngeren Vergangenheit erlebte der Zweireiher in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts bis in die frühen Fünfziger. Sein Vorbild war der Gehrock, dessen Schnitt immer kürzer wurde, bis die heutige Länge sich als eherne Konstante erwies in einer Welt, die ansonsten davon lebt, dass der Wechsel die Geschäfte in Schwung hält. Üblich ist heute die Variante mit sechs Knöpfen, von denen mindestens zwei als dekoratives Element an der Brust heften wie einst die Orden der Soldaten. Letztere profitierten von der zweiten Knopfreihe: Die übereinanderliegenden Stofflappen wärmen besser.
Blutrache der Mode
Seinen zweiten Frühling erlebte der Zweireiher dann Mitte der Achtzigerjahre für einen Zeitraum von gut zehn Jahren. Als schließlich im fehlgeleiteten Bemühen nach Lässigkeit seine Ärmel hochgekrempelt wurden, bedeutete das sein Todesurteil. Seither gilt er bei modebewussten Männern als untragbar. Ganz weg war er aber nie. Männer, die unbeirrt ihrer Gewohnheit folgten, trugen auch weiterhin Zweireiher, gern mit Goldknöpfen verziert. Bei der Vorstellung des Golfs VII vergangene Woche trug VW-Chef Martin Winterkorn einen Zweireiher, mit dem er auf vielen Fotos der vergangenen Jahre zu sehen ist. Die subtile Nachricht, die auch das Design des neuen Golfs aussendet: Beständigkeit ist Teil des Erfolgs.
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