Moncler-Aktien: Luxusjacken-Hersteller geht an die Börse

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Moncler-Aktien: Luxusjacken-Hersteller geht an die Börse

, aktualisiert 13. Dezember 2013, 10:50 Uhr
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Die Luxus-Daunenjacken von Moncler verkaufen sich überall auf der Welt, unabhängig der vorherrschenden Temperaturen

Investoren reißen sich um Moncler-Aktien. Ein Erfolg für den Chef des italienischen Daunenjackenherstellers. Remo Ruffini macht vieles anders als seine Konkurrenten, auch beim aktuellen Börsengang.

Mailand, Via Montenapoleone Nummer 1, zwölf Uhr Mittag. Bei Moncler in der Innenstadt der norditalienischen Metropole geht es wie immer geschäftig zu. Ein Kunde aus Usbekistan will gleich zehn blütenweiße, mit glänzenden Swarowski-Steinen bestückte Daunenjacken kaufen. 1950 Euro kostet ein Exemplar, fast 20.000 Euro der gesamte Einkauf.

Der Preis spielt für Leute, die hier einkaufen, keine Rolle. Der Schneekönigin-Look par excellence, aber auch die andere edle Plusterware gefällt nicht nur Reichen in Zentralasien. Ob Taschkent, São Paulo oder Jakarta, der italienische Daunenjackenhersteller boomt unabhängig von Kontinent, Jahreszeit und Temperatur. „Das Klima spielt keine Rolle: Südamerikaner und Indonesier rüsten sich mit Daunenjacken für ihren Urlaub“, sagt Firmenpräsident Remo Ruffini.

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Dem 52-jährigen Unternehmer aus dem norditalienischen Como ist es gelungen, aus dem einstigen Outfit für Trekker in eisigen Regionen einen Top-Modeartikel zu kreieren, der die Reichen der Welt betört – und nun die Miteigentümer des Unternehmens belohnt: die drei Finanzinvestoren Carlyle (USA), Eurazeo (Frankreich) und Mittel (Italien). Die Private-Equity-Firrmen halten 68 % des Kapitals. Sie erhalten den Großteil des Erlöses des Börsengangs, der Montag stattfinden wird. Moncler nimmt damit bis zu 681 Millionen Euro ein und hat die Option, die Emission um weitere 15 Prozent aufzustocken.

Die Investoren reißen sich um Moncler-Aktien. Bis das Orderbuch am Mittwoch schloss, wurde die Aktie 31-fach überzeichnet. Daher hat das Unternehmen den Einführungspreis mit 10,20 Euro am oberen Ende der Zeichnungsspanne festgesetzt. Diese lag zwischen 8,75 Euro und 10,20 Euro. Der Zuspruch ist ein Erfolg für Ruffini, der den Börsengang 2011 wegen verunsicherter Finanzmärkte verschoben hat. Der Geldregen für die Finanzinvestoren interessiere ihn überhaupt nicht. „Ich habe nicht die geringste Absicht, meine Beteiligung zu verringern“, sagt der Anfangfünfziger. „Wir haben genügend Cash-Flow in der Kasse, um in die Expansion zu investieren. Und ich will die Beteiligung meinen beiden Söhnen weitergeben. In Moncler steckt noch Wachstumspotenzial.“

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