Monitoring-Software: Metro will halbe Million Gastwirte digitalisieren

Monitoring-Software: Metro will halbe Million Gastwirte digitalisieren

, aktualisiert 12. Dezember 2017, 15:55 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Gastronomen in Europa sollen digitaler werden – zumindest wenn es nach dem Düsseldorfer Handelskonzern Metro geht. Mit einer Monitoring-Software wollen sie Wirten Live-Einblicke in ihre Restaurants und Hotels geben.

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Von den 21 Millionen Kunden in Deutschland will Metro 50.000 Gastronomen digitalisieren. Und das schon im nächsten Jahr.

München Der Düsseldorfer Handelskonzern Metro will bis 2020 eine halbe Million Gastronomen in Europa digitalisieren. Eine Monitoring-Software namens „Cockpit“ soll den Wirten Live-Einblicke in ihre Hotels, Restaurants und Cateringfirmen ermöglichen. So lässt sich auf einen Blick ablesen, ob die Kosten des Betriebs gedeckt sind, welche Kellner wie hohe Umsätze erwirtschaften und welche Speisen und Getränke sich zu welchen Uhrzeiten gut verkaufen.

Das Online-Angebot soll in seiner Basis-Version kostenlos sein, sagte Vorstandschef Olaf Koch am Dienstag bei der Vorstellung des Programms in München. „Wir geben zuerst, ohne selbst hohe Kosten zu tragen.“ Für die Metro soll sich das trotzdem rechnen: „Das wird sicher zu mehr Kunden in der Zukunft führen“, sagte Koch. Falls der Plan Erfolg hat, kommen auf die Mitarbeiter in vielen Betrieben ganz neue Zeiten zu.

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Der Handelskonzern hat nach Kochs Angaben 21 Millionen Kunden in Europa. Ziel für 2018 sind 50.000 Gastronomen in 13 Ländern, die das Digitalangebot nutzen, für 2020 dann schon 500.000. Neben dem „Cockpit“ umfasst das die Erstellung einer Website und Online-Reservierung und einen „Digital Club“ zum Wissensaustausch.

Die Metro aber wird wesentlich mehr über ihre Kundschaft erfahren als bisher. So sind im „Cockpit“ nicht nur unter anderem Umsatzdaten und Mitarbeiterzahlen eingegeben, sondern auch die Speisekarten. „Wir können den Kunden künftig maßgeschneiderte Angebote machen“, sagte der für das Digitalprogramm zuständige Manager Frederic Schumacher.

Quelle:  Handelsblatt Online
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