Moskau-Kasan: Deutsche Konzerne wollen Bahn-Projekt in Russland finanzieren

Moskau-Kasan: Deutsche Konzerne wollen Bahn-Projekt in Russland finanzieren

, aktualisiert 15. November 2016, 14:28 Uhr
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Deutsche Bahn, Deutsche Bank und Siemens haben 800 Millionen Euro Direktinvestition versprochen. Demnach liefen bereits Gespräche zwischen den Mitgliedern des Konsortiums und dem Kreditversicherer Euler Hermes sowie mit Banken.

Quelle:Handelsblatt Online

Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Siemens wollen den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahn in Russland finanzieren. Doch die Verhaftung des Wirtschaftsministers könnte die Investition in Frage stellen.

MoskauEin deutsches Konsortium will den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahn zwischen Moskau und der Millionenstadt Kasan an der Wolga mit 2,7 Milliarden Euro finanzieren. Das sagte der Vizechef der Staatsbahn RZD, Alexander Mischarin, der Agentur Tass zufolge am Dienstag in Moskau.

Die beteiligten Unternehmen – darunter Deutsche Bahn, Deutsche Bank und Siemens – hätten auch 800 Millionen Euro Direktinvestition versprochen. Demnach liefen bereits Gespräche zwischen den Mitgliedern des Konsortiums und dem Kreditversicherer Euler Hermes sowie mit Banken.

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Ende September hatte Russlands Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew bei Gesprächen mit seinem deutschen Kollegen Sigmar Gabriel (SPD) in Moskau Hoffnung auf deutsche Beteiligung an Großprojekten wie einer Schnellbahn gemacht. Welche Folgen die überraschende Festnahme Uljukajews wegen angeblicher Korruption und Erpressung auf das Vorhaben hat, war zunächst unklar. Auch China will sich mit einer Milliardensumme am Bau der Strecke von der russischen Metropole in die rund 700 Kilometer entfernte Hauptstadt der Teilrepublik Tatarstan beteiligen.

Die Gesamtkosten für den Abschnitt werden auf mehr als 15 Milliarden Euro geschätzt. Mit den bis zu 400 Kilometer pro Stunde schnellen Zügen soll sich die Strecke von derzeit rund 14 Stunden auf 3,5 Stunden verkürzen. Kasan gehört wie Moskau zu den Spielorten des Confed Cups 2017, an dem auch Weltmeister Deutschland teilnimmt, sowie der Fußball-Weltmeisterschaft 2018. Im Gespräch ist zudem, die Strecke durch Kasachstan bis nach China zu verlängern.

Quelle:  Handelsblatt Online
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