Nach Abschreibungen: Thomas Cook rutscht in die roten Zahlen

Nach Abschreibungen: Thomas Cook rutscht in die roten Zahlen

, aktualisiert 14. Dezember 2011, 10:07 Uhr
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Das Thomas Cook-Logo auf zwei Passagiermaschinen.

Quelle:Handelsblatt Online

Vor Steuern verliert der Reisekonzern im ausgelaufenen Geschäftsjahr 398 Millionen Pfund. Während Konkurrent TUI seinen Umsatz steigern konnte, muss Thomas Cook seinen Schuldenberg nun mit Hotelverkäufen abbauen.

FrankfurtEuropas zweitgrößter Reisekonzern Thomas Cook ist wegen hoher Abschreibungen im vergangenen Geschäftsjahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Der Vorsteuerverlust liege im Ende September ausgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 bei 398 Millionen Pfund, teilte Thomas Cook mit. Im Jahr zuvor hatte noch ein Vorsteuergewinn von 42 Millionen Pfund zu Buche gestanden. Der Umsatz des in Deutschland mit Marken wie Neckermann, Bucher und Öger Tours vertretenen TUI -Rivalen legte um zehn Prozent auf 9,8 Milliarden Pfund zu.

Der operative Gewinn sank auf 304 (Vorjahr: 362) Millionen Pfund und fiel damit niedriger aus als von Analysten erwartet. Thomas Cook hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrmals seine Gewinnprognose gesenkt. Dem hoch verschuldeten Konzern setzen die Zurückhaltung der Verbraucher auf dem Heimatmarkt zu sowie die Folgen der Unruhen in Nordafrika und die allgemeinen Marktturbulenzen. Vor allem in Großbritannien laufen Thomas Cook die Kunden aus Angst vor einem Zusammenbruch des deutsch-britischen Reisekonzerns davon. Daher sollen dort 200 Geschäfte, die nicht gut laufen, geschlossen werden.

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Um die Verluste abzufedern, verkauft der Konzern im Rahmen seiner Sanierungsbemühungen Anteile an Hotels und Golfclubs in Spanien im Wert von 72,2 Millionen Euro. Der Schuldenberg des Unternehmens sinke damit um insgesamt 94,2 Millionen Euro, da auf den Hotels noch Verbindlichkeiten lasten, teilte Thomas Cook mit. Der Verkauf ist Teil der Pläne, insgesamt 200 Millionen Pfund (236 Millionen Euro) an Besitz zu veräußern. Medienberichten zufolge sei zudem geplant, 1000 Stellen zu streichen.

Der Verkauf reduziere die Schulden deutlich und zeige, dass Thomas Cook entschlossen sei, die Bilanz zu stärken, erklärte Chef Sam Weihagen. In den vergangenen Wochen waren die Sorgen um den 170 Jahre alten Reiseveranstalter gewachsen. Thomas Cook hatte die Veröffentlichung seiner Jahreszahlen im November verschoben, weil zunächst neue Kredite unter Dach und Fach sein sollten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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