
MünchenPuma-Chef Franz Koch baut nach schwachen Geschäftszahlen im zweiten Quartal 2012 den Sportartikel-Hersteller um. Ein neues Modell solle helfen, die Struktur des fränkischen Konzerns zu vereinfachen, indem Verwaltungsaufgaben zentralisiert würden, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Herzogenaurach mit. So würden die Organisationseinheiten in Europa, wo das Geschäft momentan wegen der Schuldenkrise besonders schleppend läuft, von 23 auf sieben reduziert. Auch der Einkauf solle regionaler gestaltet werden, um die Bearbeitungszeiten von Kundenaufträgen zu verkürzen und die Produktverfügbarkeit zu verbessern. In der Geschäftsführung stehen mehrere Wechsel an, weil der für das operative Geschäft zuständige Klaus Bauer (57) und Marketing-Chef Antonio Bertone (39) aufhören werden.
Im zweiten Quartal fiel der Gewinn um gut 29 Prozent auf 26,7 Millionen Euro. Puma hatte deswegen bereits in der Vorwoche die Prognosen für 2012 gesenkt und rechnet wegen des Umbaus, der einmalig rund 100 Millionen Euro kosten wird, nun mit einem deutlichen Gewinnrückgang.





















