Nach Insolvenz: Karstadt steigert Gewinn

Nach Insolvenz: Karstadt steigert Gewinn

, aktualisiert 17. Dezember 2011, 16:57 Uhr
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Karstadt-Warenhaus in München. Der Konzern konnte seinen Gewinn steigern.

Quelle:Handelsblatt Online

Karstadt ist nach dem Abschluss der Insolvenz wieder auf Erfolgskurs: Das Unternehmen hat seinen Gewinn nach Abschluss der Insolvenz deutlich gesteigert. Für die Zukunft hat der Warenhauskonzern noch ehrgeizigere Pläne.

FrankfurtDas operative Ergebnis (Ebitda) von Karstadt sei in dem Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr auf 103 Millionen Euro gestiegen, berichtete die „Wirtschaftswoche“ am Samstag unter Berufung auf den vertraulichen Mittelfristplan des Unternehmens. Karstadt-Finanzchef Harald Fraszczak hatte bereits einen Umsatz- und Gewinnzuwachs in Aussicht gestellt. Den operativen Gewinn des vorangegangenen Geschäftsjahrs hatte der damalige Karstadt-Sanierer Thomas Fox noch auf 93 Millionen Euro beziffert.

Der Umsatz des nun abgelaufenen Geschäftsjahrs 2010/2011 beläuft sich der „Wirtschaftswoche“ zufolge auf 3,228 Milliarden Euro. In den kommenden fünf Jahren erwarte Karstadt Umsatzsteigerungen von insgesamt knapp einer halben Milliarde Euro auf 3,711 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) solle bis 2016 ebenfalls kräftig zulegen auf rund 272 Millionen Euro.

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Unter Karstadt-Aufsichtsräten gälten die Zahlen allerdings zumindest von 2013 an als „sportlich“, hieß es in dem Bericht. Ein Karstadt-Sprecher habe sich zu den Mittelfrist-Zielen nicht äußern wollen. Am Samstag war von dem Unternehmen keine Stellungnahme zu dem Bericht zu erhalten.

Im kommenden Jahr rechnet Karstadt der „Wirtschaftswoche“ zufolge mit einem Umsatzplus von 1,5 Prozent auf 3,275 Milliarden und einem Ergebnisrückgang auf 91 Millionen Euro. Das Magazin verwies zur Begründung darauf, dass die Personalkosten den Berechnungen zufolge um rund 50 Millionen Euro jährlich steigen würden, weil Mitte kommenden Jahres der Sanierungstarifvertrag auslaufe. Weitere Kostenblöcke seinen Investitionen - 74 Millionen Euro für 2012 und ähnliche aus dem Cashflow finanzierte Beträge in den kommenden Jahren - und Mieten, die von derzeit 326 Millionen Euro bis zum Jahr 2010 auf 373 Millionen Euro steigen sollten.

Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen, der das Unternehmen in der Insolvenz gekauft hat, bemüht sich auch um dessen Rivalen Kaufhof, von dem sich der Handelskonzern Metro trennen will.

Quelle:  Handelsblatt Online
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