Nach Verlusten: Lebensmittelhersteller Kraft baut die Führung um

Nach Verlusten: Lebensmittelhersteller Kraft baut die Führung um

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Der US-Lebensmittelriese Kraft setzt auf ein neues Management.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Auslagerung der Snacksparte zahlt sich bisher nicht aus, Lebensmittelkonzern Kraft rutschte zuletzt sogar in die Verlustzone. Nun soll eine neue Führungsabteilung die Wende einleiten.

Nach dem Abrutschen in die Verlustzone setzt der Philadelphia-Hersteller Kraft auf neue Leute im Management, um den Trend zu frischeren und hochwertigeren Lebensmitteln nicht zu verpassen. Der erst seit wenigen Wochen amtierende Firmenchef John Cahill kündigte am Donnerstag bei Vorlage der Quartalszahlen einen Wechsel im Finanzvorstand noch in diesem Monat an. Zudem müssen zwei führende Manager gehen, die mit Produktentwicklung und Qualität zu tun hatten. „Die Welt und unsere Kunden haben sich verändert, aber unser Unternehmen hat sich nicht genug verändert“, sagte Cahill.

Kraft-Aktie macht Verluste

Der Konzern kämpft seit längerem vor allem in den USA gegen die schwächelnde Nachfrage nach seinen in die Jahre gekommenen Kern-Marken. Kraft-Aktien verloren am Donnerstag nachbörslich rund zwei Prozent. Im abgelaufenen Quartal wies Kraft einen Verlust von knapp 400 Millionen Dollar aus, wozu aber auch Sonderbelastungen beitrugen. Vor Jahresfrist hatten noch rund 900 Millionen Dollar Gewinn in den Büchern gestanden.

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Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar. Cahill ließ am Donnerstag offen, ob er sich von Marken trennen oder neue hinzukaufen wird: „Wir haben phänomenale Produkte und deshalb werden wir uns zuvorderst darauf konzentrieren, dass diese auch gut laufen.“ Auch für Kostensenkungen sehen er viele Spielräume, ohne Krafts Top-Produkte zu gefährden.

Kraft hatte sich 2012 in zwei Teile aufgespalten und die Snacksparte unter dem Namen Mondelez ausgegliedert. Unter diesem Namen sind nun weltweit bekannte Marken wie Milka oder Jacobs gebündelt. Kraft selbst steht dagegen für den kleineren nordamerikanischen Bereich mit der US-Getränke- und Käsesparte, das Geschäft mit Fertigprodukten sowie die Nicht-Snack-Sparten in Kanada.

Quelle:  Handelsblatt Online
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