Nachhaltigkeit: PPR-Manager Zeitz: Gerade Luxus-Güter müssen öko sein

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Jochen Zeitz, Verwaltungsratschef bei Puma und im Mutterkonzern PPR verantwortlich für die Nachhaltigkeit

von Karin Finkenzeller

Jochen Zeitz, beim PPR-Konzern verantwortlich für Nachhaltigkeitsthemen, glaubt, dass Luxus und öko gut zusammen passen.

Luxusprodukte müssen ganz besonders öko sein, fordert der langjährige Puma-Chef Jochen Zeitz, heute Verwaltungsratschef bei Puma und zusätzlich verantwortlich für Nachhaltigkeit im französischen Mutterkonzern PPR (Gucci, Yves Saint Laurent). Dabei gehe es aber nicht darum, Luxustaschen künftig aus Jute zu fertigen. „Das wäre der völlig falsche Ansatz“, sagte Zeitz im Interview mit der WirtschaftsWoche. Vielmehr müssten die Rohstoffe schonend gewonnen und Luxusprodukte so schonend wie möglich produziert werden. „Gerade Luxusprodukte haben zumeist eine lange Lebenszeit. Sie steigen mit dem Alter sogar im Wert und finden neue Käufer.

Langlebigkeit und Qualität sind Teil des Kerngedankens der Nachhaltigkeit, und Luxusgüter erfüllen diese Anforderung vom Ansatz sehr gut.“

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Bis 2015 müssen alle Marken des Luxuskonzerns PPR, auch Gucci und Yves Saint Laurent, Ökobilanzen vorlegen. „Welchen ökologischen Fußabdruck ein Produkt hinterlässt, erfährt man nur durch eine detaillierte ökologische Gewinn- und Verlustrechnung. Genau die wollen wir für jede Marke von PPR erstellen, so wie wir es bei Puma jetzt schon tun“, unterstreicht Zeitz. „Natürlich schauen wir bei unseren Luxusartikeln gezielt, wie wir sie sauberer und umweltverträglicher herstellen können. Ein Qualitätsprodukt muss in Zukunft eben automatisch auch nachhaltig sein.“

Dabei müsse auch die Ökobilanz der Zulieferer mit einbezogen werden. „Mit den größten Einfluss hat die Auswahl der Rohmaterialien. Wir müssen darauf achten, diese möglichst ohne Schaden für die Umwelt anzubauen und zu verarbeiten“, fordert Zeitz. „Zudem brauchen wir alternative Materialien, deren ökologischer Fußabdruck geringer ist. Und wir müssen ständig die Möglichkeiten verbessern, Materialien wiederzuverwenden oder sie biologisch abbaubar zu machen, so dass sie als Nährstoffe zurück in die Natur fließen.“

Um dem Verbraucher beim Kauf die Chance zu geben, zwischen mehr oder weniger ökologischen Produkten auszuwählen, schlägt Zeit die Einführung von „Ökokalorien“ vor. Derzeit prüfe PPR „sogenannte Ökokalorien für unsere Produkte auszuweisen. Dann könnte jeder erkennen, welches Produkt die Umwelt mehr und welches sie weniger belastet. Täten das alle, wären Ökokalorien in zehn Jahren selbstverständlich.“

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