Nachhaltigkeits-Ranking: Dieselgate schadet nicht nur VW

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Nachhaltigkeits-Ranking: Dieselgate schadet nicht nur VW

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Das grüne Image von VW ist ruiniert.

von Eva Mühle

Der Abgasskandal lässt VW in der Gunst der Kunden abstürzen. Und der Schaden bleibt nicht auf den Wolfsburger Autobauer begrenzt. Das zeigt eine exklusive Studie.

Um mehr als 70 Ränge gefallen. Von Platz 16 runter auf Nummer 88. Der Wolfsburger Autobauer VW stellt beim aktuellen Ranking der nachhaltigsten Marken Deutschlands einen Negativrekord auf. Denn noch nie ist ein Unternehmen bei einer der Umfragen in den vergangenen sechs Jahren so tief in der Gunst der Verbraucher gesunken. Dafür brauchte es erst Dieselgate.

Diesen Absturz dokumentiert eine Untersuchung der Marktforschung Facit Research, der Werbeagentur Serviceplan und der WirtschaftsWoche, für die 9800 Personen online zu 105 Unternehmen befragt wurden. Das mit Abstand dominierende Thema ist der Abgasskandal.

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Dabei schaden die Manipulationen bei den Dieselfahrzeugen nicht nur VW, sondern lassen branchenübergreifend die Bedeutung von Nachhaltigkeit für das Markenimage schrumpfen. Zugleich ist es für die Kaufentscheidung nicht mehr so wichtig, ob es sich um ein grünes Produkt handelt oder nicht.

Unternehmensranking 2016

  • Zur Umfrage

    Jedes Jahr untersuchen die Marktforscher von Facit Research zusammen mit der Werbeagentur Serviceplan und der WirtschaftsWoche, wie die Unternehmen in puncto Nachhaltigkeit bei den Verbrauchern abschneiden. Dazu haben die Experten dieses Mal 9800 Personen online zu 105 Marken befragt. Die Ergebnisse werden im Sustainability Image Score (SIS) angegeben.

  • Rang 20

    SIS 2016Unternehmen
    71,45Kaercher

  • Rang 19

    SIS 2016Unternehmen
    71,77Mammut

  • Rang 18

    SIS 2016Unternehmen
    71,95Dyson

  • Rang 17

    SIS 2016Unternehmen
    71,98Weihenstephan

  • Rang 16

    SIS 2016Unternehmen
    72,12Toyota

  • Rang 15

    SIS 2016Unternehmen
    72,25Landliebe

  • Rang 14

    SIS 2016Unternehmen
    72,32Dr. Oetker

  • Rang 13

    SIS 2016Unternehmen
    72,42Salewa

  • Rang 12

    SIS 2016Unternehmen
    72,84Dallmayr

  • Rang 11

    SIS 2016Unternehmen
    72,87Milupa

  • Rang 10

    SIS 2016Unternehmen
    73,11Jacobs

  • Rang 9

    SIS 2016Unternehmen
    73,54VAUDE

  • Rang 8

    SIS 2016Unternehmen
    73,70Schöffel

  • Rang 7

    SIS 2016Unternehmen
    73,76Alete

  • Rang 6

    SIS 2016Unternehmen
    74,48BMW

  • Rang 5

    SIS 2016Unternehmen
    75,03Miele

  • Rang 4

    SIS 2016Unternehmen
    75,21Patagonia

  • Rang 3

    SIS 2016Unternehmen
    76,23Frosta

  • Rang 2

    SIS 2016Unternehmen
    76,60Hipp

  • Rang 1

    SIS 2016Unternehmen
    76,82BEBA

„Im Augenblick hat man kein gutes Gefühl zu VW. Schon gar nicht in Bezug auf Offenheit, Nachhaltigkeit und Ehrlichkeit“, meint einer der Befragten. Ein anderer textete sogar einen Spottsong über VW.

Dass es auch anders geht, zeigt Konkurrent BMW, der bisher weitgehend skandalfrei blieb und sich auf Rang 6 vorarbeiten konnte.

Nachhaltige Unternehmen in der Automobilbranche

  • Zur Umfrage

    Jedes Jahr untersuchen die Marktforscher von Facit Research zusammen mit der Werbeagentur Serviceplan und der WirtschaftsWoche, wie die Unternehmen in puncto Nachhaltigkeit bei den Verbrauchern abschneiden. Dazu haben die Experten dieses Mal 9800 Personen online zu 105 Marken befragt. Die Ergebnisse werden im Sustainability Image Score (SIS) angegeben.

  • Platz 9

    SIS 2016Unternehmen
    59,7Volkswagen

  • Platz 8

    SIS 2016Unternehmen
    62,2Opel

  • Platz 7

    SIS 2016Unternehmen
    65,9Ford

  • Platz 6

    SIS 2016Unternehmen
    67,3Renault

  • Platz 5

    SIS 2016Unternehmen
    69,3Audi

  • Platz 4

    SIS 2016Unternehmen
    69,6Nissan

  • Platz 3

    SIS 2016Unternehmen
    70,2Mercedes Benz

  • Platz 2

    SIS 2016Unternehmen
    72,1Toyota

  • Platz 1

    SIS 2016Unternehmen
    74,5BMW

Verbraucher schauen genauer hin

So vernichtend das Ergebnis der Marken-Studie für Volkswagen auch ist, der Konzern hat durchaus Chancen sich aus dem Imagetief herauszuarbeiten.

Dazu sollte das Management konsequent auf Transparenz gegenüber dem Kunden setzen, was Schadstoff- und Verbrauchswerte angeht, rät Frank Roselieb, geschäftsführender Direktor des Krisennavigators, eines Instituts für Krisenforschung der Universität Kiel. „Und auf neue Themen wie die Elektromobilität“, erläutert er.

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