NDR-Markttest: Die Mängel der Baumarktprodukte

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NDR-Markttest: Die Mängel der Baumarktprodukte

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Der NDR hat vier große Baumarktketten einem Test unterzogen. Überzeugen konnte dabei keine so wirklich.

von Felix Ehrenfried

Im Frühling ist für viele Heimwerken angesagt. Doch bei welchem Baumarkt kauft man am besten das Material für den neuen Gartentisch ein und wo ist die Wandfarbe gut? Ein Märktetest gibt Aufschluss.

Obi, Max Bahr, Hornbach oder Bauhaus? Das wollen die NDR-Reporter Susann Kowatsch und Jo Hiller wissen und machen sich auf, um in 45 Minuten Sendezeit die vier Baumarktketten möglichst allumfassend durchzuchecken. "Die Tricks der Baumärkte", so der Name des der Reportage. Die Ergebnisse lassen sich erahnen: Fast schon historisch bedingt sucht man in den riesigen Heimwerkerkaufhäusern ziemlich lange nach kompetentem Fachpersonal. Der Test zeigt durchaus Unterschiede zwischen den einzelnen Baumarktketten auf.

Zuerst testet das Reporterteam die Verkaufsqualitäten der vier Baumärkte. Dazu machen sie sich, gemeinsam mit einem lokalen Tischler als Fachmann, auf um in Hamburgs Baumärkten alle benötigten Teile für einen Pflanztisch für den Garten zu erwerben. Als Vorlage: Ein einfacher Bauplan des Tisches.

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Alle vier getesteten Filialen liefern nicht den Service, den ihre Werbespots versprechen. Statt "Wie, Wo, Was, weiß Obi", erhalten die Reporter in dem Baumarkt inkompetente Beratung durch einen Verkäufer der, statt den richtigen Schrauben, lieber die aus einem vorgeführten Werbespot verkaufen will. Nach rund einer Stunde Shopping kommen Fachmann und Reporter mit zu kurzen Schrauben aus dem Baumarkt. Ähnlich ahnungslos zeigen sich die Verkäufer beim Thema Akkuschrauber.

Doch auch die Konkurrenten schneiden nicht gut ab. Max Bahr verkauft Schrauben, die zu lang sind, überlässt die Beratung bei Akkuschraubern lieber dem anwesenden Bosch-Vertreter und auch der Zuschnitt der bestellten Holzplatten ist nicht korrekt.

Bei Bauhaus, Slogan "Wenn es gut werden muss", erklärt der Verkäufer dann, dass man die Schnittkanten der bestellten Holzplatten nicht extra imprägnieren müsse, damit sie nicht aufquillen. Eine Angabe, die der Tischlermeister als Experte anzweifelt.

Lediglich bei der Beratung bei Hornbach können sich die Tester zu einem positiven Urteil durchringen, doch auch hier: Unter 45 Minuten für einen mittelgroßen Einkauf geht es nicht.

Beim anschließenden Zusammenbau des Tisches zeigen sich die Qualitätsunterschiede der Akkuschrauber, allesamt von den Eigenmarken der Baumarktketten. Auch hier hat das Gerät von Hornbach für 150 Euro die Nase vorne, Schlusslicht ist das Gerät von Bauhaus, das lediglich sechs Schrauben in das Holz bekommt, dann ist bei dem Gerät für 50 Euro Schluss. Ähnlich schwach zeigt sich die Maschine von Obi, aber auch das Gerät von Max Bahr kann nicht wirklich überzeugen.

Im Prüflabor dann ein ähnliches Ergebnis. Jedoch wird hier auch noch ein Bosch-Akkuschrauber, sozusagen als Referenz, mitgetestet. Das klare Urteil am Ende: Das Bosch-Gerät ist mit Abstand am Besten und kostet mit rund 180 Euro nur unwesentlich mehr als das Konkurrenzprodukt von Max Bahr.

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