Nestlé: Lebensmittelkonzern macht Hoffnung für zweite Jahreshälfte

Nestlé: Lebensmittelkonzern macht Hoffnung für zweite Jahreshälfte

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Nestlé macht Hoffnung auf bessere Geschäfte.

Zum Jahresbeginn lag Nestlés organisches Umsatzwachstum deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Lebensmittelkonzern nährt aber die Zuversicht für eine bessere zweite Jahreshälfte.

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestle macht seinen Aktionären Hoffnung auf bessere Geschäfte. In den kommenden Quartalen dürften sich Preiserhöhungen und die sich erholenden Verkäufe nach einem Lebensmittelskandal in Indien positiv niederschlagen. "Wir erwarten, dass wir im zweiten Halbjahr noch mehr Schwung bekommen", sagte Finanzchef François-Xavier Roger am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. In den vergangenen Quartalen hatten die schwächelnde Wirtschaft in wichtigen Absatzmärkten und ein vorübergehender Verkaufsstopp für die beliebten Maggi-Fertignudeln in Indien Nestle gebremst.

Zu Jahresbeginn lag das um Sondereffekte wie Währungsschwankungen und Zu- und Verkäufe bereinigte organische Umsatzwachstum bei 3,9 Prozent und damit deutlich unter dem Vorjahresniveau von 4,4 Prozent. Analysten hatten jedoch mit einem noch geringeren Plus gerechnet. In absoluten Zahlen stagnierte der Umsatz des für Marken wie KitKat und Nespresso bekannten Unternehmens bei 20,9 Milliarden Franken. An der Börse legte die Nestle-Aktie 1,8 Prozent zu und hievte den Schweizer Leitindex ins Plus.

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Zugute kam dem Marktführer mit Hauptsitz in Vevey am Genfer See vor allem die steigende Nachfrage nach Kaffeeprodukten und Wasser. Preiserhöhungen konnte Nestle wegen der niedrigen Rohstoffpreise und der geringen Inflation hingegen kaum durchsetzen. Das könnte sich in den kommenden Quartalen jedoch ändern: "Es ist möglich, dass wir bei den Rohstoffpreisen die Tiefstwerte erreicht haben", sagte Roger. Zudem erwägt Nestle Preiserhöhungen in Schwellenländern wie Brasilien oder Russland.

Molkereien Alles Nestlé... oder was?

Deutsche Molkereien spielen im Konzert der globalen Milchverarbeiter keine Rolle. Nur Müller-Milch und das Deutsche Milchkontor können sich gerade noch in den Top-20 halten.

Unangefochten an der Spitze der globalen Milchverarbeiter steht die Schweizer Nestlé, die vor allem mit Eis- und Milchpulverprodukten auf einen weltweiten Umsatz von knapp 21 Milliarden Euro kommt. Quelle: dpa

In Indien erholten sich die Verkäufe der Maggi-Fertignudeln wieder, sagte Roger. Nestle musste den beliebten Snack im vergangenen Jahr für fünf Monate aus den Regalen nehmen, nachdem Lebensmittel-Kontrolleure in einigen Paketen bedenklich hohe Blei-Konzentrationen gefunden hatten. Mitte November hatte der Konzern das Produkt zwar wieder auf den Markt gebracht. Bislang hätten die Verkäufe jedoch noch nicht wieder das Niveau vor dem Verkaufsstopp erreicht.

In China macht dem Konzern weiterhin die Absatzflaute bei der Marke Yinlu für Erdnussmilch und Reisporridge zu schaffen. Nestle wolle hier mit neuen Produkten gegensteuern. Trotz der nicht ungetrübten Bilanz in Indien und China lag das organische Wachstum in der Region Asien bei 2,1 Prozent - nach 0,5 Prozent im gesamten Vorjahr.

Analysten äußerten sich durchweg positiv. "Das bessere erste Quartal gibt Zuversicht für das Gesamtjahr", erklärten die Experten der Zürcher Kantonalbank. 2016 geht Nestle weiterhin von einem organischen Plus von 4,2 Prozent aus. Diese Prognose erscheine nun vorsichtig - denn das erste Quartal dürfte im laufenden Jahr das schwächste für Nestle sein, schrieb Kepler-Cheuvreux-Analyst Jon Cox.

Besser als Nestle schnitt der Lebensmittel- und Konsumgüterkonzern Unilever ab: Das Unternehmen mit Marken wie Knorr, Dove und Magnum verbuchte zu Jahresbeginn ein bereinigtes Umsatzwachstum von 4,7 Prozent.

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