Neue Investitionen: Lego baut erste Bauklötze-Fabrik in China

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Neue Investitionen: Lego baut erste Bauklötze-Fabrik in China

Die kleinen bunten Plastikbauklötze sind ungebrochen beliebt. Das zeigte sich bereits Ende Februar in den Zahlen des dänischen Spielwarenkonzerns. Jetzt legt Lego noch einen Zahn zu und will in Asien produzieren.

Der dänische Spielwarenkonzern Lego will Bauklötze für den asiatischen Markt ab 2017 in China herstellen. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, soll im nächsten Jahr mit dem Bau einer Fabrik in Jiaxing, einer Millionenstadt gut 100 Kilometer von Schanghai entfernt, begonnen werden. Nach dem Startschuss würden in dem regionalen Distributionscenter 2000 Mitarbeiter beschäftigt, hieß es aus der Konzernzentrale in Billund.

Lego verwies auf Wachstumsraten für die eigenen Bauklötze von über 50 Prozent in Asien in den vergangenen Jahren. In Jiaxing sollen 70 bis 80 Prozent aller Produkte für den asiatischen Markt hergestellt werden. Bisher werden die Klötze im heimischen Billund sowie in Tschechien und Ungarn für den europäischen sowie in Mexiko für den amerikanischen Markt gefertigt.

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Lego auf einen Blick

  • Die Gründer-Familie

    Lego wurde 1932 vom dänischen Staatsbürger Ole Kirk Kristiansen gegründet. Das Unternehmen blieb seither immer im Familienbesitz. Heute ist Kjeld Kirk Kristiansen, der Enkel des Gründers, Eigentümer der Gruppe.

  • Der Lego-Stein wird 55

    Der Lego-Baustein wie wir ihn heute kennen, feiert im Jahr 2013 seinen 55. Geburtstag. Am 28. Januar 1958 ließ Ole Kirk Christiansen, Gründer der Lego Gruppe, den Stein in Kopenhagen patentieren. Ende der 40er Jahre kamen die ersten Bausteine auf den Markt, die dem heutigen Klassiker ähnelten. 1958 perfektionierte er den Stein mit dem Noppen- und Röhren-Stecksystem, das noch heute Grundlage der inzwischen rund 2.700 verschiedenen Bauelemente ist. Für sechs Steine einer Farbe mit 2x4 Noppen gibt es alleine 915 Millionen Kombinationsmöglichkeiten.

  • Umsatz- und Gewinnentwicklung

    Lego hat seinen Umsatz seit 2005 enorm gesteigert. 2004 war er auf 850.000 Euro eingebrochen, seither stieg er kontinuierlich und erreichte 2011 mehr als 2,5 Milliarden Euro. Der Gewinn (net profit) stieg von 138.000 Euro im Jahre 2007 auf 550.000 Euro im Jahre 2011. In Deutschland setzte Lego im Jahr 2012 gut 331 Millionen Euro um, 12,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

  • Mitarbeiter

    Für Lego arbeiteten im Jahr 2011 weltweit 9374 Menschen und damit gut tausend mehr als im Vorjahr.

  • Die Strategie

    Lego versteht sich als Produzent von Kinderspielzeug. Seit Mitte der 2000 Jahre setzen die Dänen aber auch verstärkt auf Jugendliche und erwachsene Männer als Kunden. Lego bietet komplexe technische Modelle z.B. von Flugzeugen, Baggern oder Schiffen an. Mit Videospielen haben die Dänen den Sprung in die digitale Welt geschafft - von Star Wars über Batman, Indiana Jones oder Harry Potter. Seit März 2012 buhlt Lego gezielt um die Aufmerksamkeit der Mädchen mit der Linie Lego Friends.

  • Erfolgreichste Produktlinien

    Die Umsatzbringer der Dänen sind die Bausätze zu Star Wars, Harry Potter und Pirates of the Caribbean. Sehr erfolgreich laufen auch die Lego City (z.B. Polizei und Feuerwehrstationen) und Lego Technic-Linie. Lego Duplo, die Serie für Kinder im Vorschulalter, ist in Deutschland besonders erfolgreich. Die seit März 2012 erhältlichen Produkte Lego Friends für Mädchen erreichte 2012 in Deutschland bereits einen Umsatzanteil von 6,9 Prozent.

„Unsere Strategie ist, so dicht wie möglich an den Kernmärkten zu produzieren“ sagte der Lego-Projektchef Bali Padda. Das dänische Familienunternehmen hat in den letzten Jahren immer neue Rekordgewinne mit zweistelligen Zuwachsraten beim Umsatz vorgelegt.

Lego türmt mit Bauklötzen Rekordgewinn

Gerade erst vor einem Monat, konnte Konzernchef Jørgen Vig Knudstorp einen neuen Rekordgewinn vermelden. Die Gründ dafür: Neben den klassischen Linien Lego City und Lego Star Wars, die ein auch für das Unternehmen selbst überraschend starken Erfolg brachten, war auch die neue Serie Lego Friends für Mädchen ein Gewinngeschäft. Wie das Familienunternehmen mitteilte, kletterte der Nettogewinn 2012 von 4,2 auf 5,6 Milliarden Kronen (rund 750 Millionen Euro). Der Konzernchef nannte als wichtigsten Grund

Spielwaren Für Lego stehen Männer Schlange

Lego hat ein so simples wie geniales Produkt. Bunte Klötzchen, aus denen sich nahezu alles erschaffen lässt - nur eines nicht: neue Kundschaft. Wie Lego deshalb die "älteren Kinder" umschwärmt.

Stars Wars ist die beliebteste Produktlinie des dänischen Spielwarenherstellers Lego. Quelle: dpa

Den Umsatz konnte Lego im vorigen Jahr um 25 Prozent auf 23,4 Milliarden Kronen steigern. Seit der weitgehenden Rückkehr zum Kerngeschäft mit den Bauklötzen haben die Dänen in den vergangenen fünf Jahren jährliche Umsatzsteigerungen von stets über 15 Prozent geschafft. Der Nettogewinn kletterte seit 2008 trotz Finanzkrise, Rezession und zeitweise dümpelnder Konjunktur in steter Folge von 1,4 auf 5,6 Milliarden Kronen.

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Knudstorp nannte den Rekordgewinn „besser als erwartet“ und sagte zum eigenen Rezept: „Das liegt vor allem daran, dass wir Produkte lancieren und liefern konnten, die Kinder auf der ganzen Welt ganz oben auf ihren Wunschzetteln haben.“ In Deutschland als wichtigstem europäischem Abnehmerland stieg der Einzelhandelsumsatz im letzten Jahr um 12,7 Prozent auf 331 Millionen Euro. Der Marktanteil stieg nach Lego-Angaben um 1,4 Prozentpunkte auf 16,7 Prozent. In der Pressemitteilung aus der Deutschland-Zentrale in München dazu hieß es: „Lego Friends und Lego Ninjago Sets sorgten für ein steinreiches Jahr.“

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