Neue Vorwürfe: Schlecker-Familie soll 68 Millionen nicht versteuert haben

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Neue Vorwürfe: Schlecker-Familie soll 68 Millionen nicht versteuert haben

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Ab Montag müssen sich Anton Schlecker und seine Familie vor Gericht verantworten.

Dem Schlecker-Clan droht neuer Ärger – diesmal vom Finanzamt. Es geht um Steuern auf eine Zahlung in Höhe von 68 Millionen Euro.

Am Montag beginnt der Prozess gegen Drogerie-König Anton Schlecker und seine Familie. Darin muss sich Schlecker wegen der Pleite seines Drogerie-Imperiums verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Clan vor, zuvor mehr als 26 Millionen Euro beiseite geschafft haben. Dies berichtet die WirtschaftsWoche in ihrer aktuellen Ausgabe.

Nun droht der Familie zusätzlicher Ärger, der allerdings nichts mit dem aktuellen Strafprozess zu tun hat. Das Finanzamt Ehingen erhebt laut Spiegel Online Steuernachforderungen von rund 68 Millionen Euro von Schleckers Kindern,  Meike und Lars. Auch der Drogeriekönig selbst soll in den Vorgang verwickelt gewesen sein.

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Der Fall ist verzwickt:  Ende 2011 seien bei der Firma LDG „Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 68063938 Euro gegenüber Herrn Anton Schlecker geltend gemacht“ worden, schreibt das Nachrichtenportal unter Berufung auf ein Schreiben des Finanzamts. Das Logistikunternehmen LDG war in Besitz der Schlecker-Kinder, Hauptkunde die Drogeriekette des Vaters.

PremiumSchlecker Die Anatomie einer Milliardenpleite

Der Drogistenclan Schlecker steht vor Gericht. Hat die Familie im großen Stil Geld beiseitegeschafft? Recherchen der WirtschaftsWoche zeigen, ab wann die Kernschmelze im Schlecker-Reich einsetzte - und wie sie ablief.

Schlecker: Der Prozess gegen den Pleite-Clan. Quelle: dpa

Die Wertberichtigungen, heißt es im Finanzamtsschreiben, „wurden nicht anerkannt und als verdeckte Gewinnausschüttung … bei der Firma LDG mbH hinzugerechnet “ Auf eine derartige Gewinnausschüttung wird jedoch Kapitalertragsteuer fällig, die Meike und Lars Schlecker hätten zahlen müssen.

Laut Spiegel Online entspräche diese bei einer pauschalen Kapitalertragsteuer von 25 Prozent insgesamt einer Steuernachzahlung von mehr als 17 Millionen Euro.

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