Neues Geschäftsmodell: 100 Schlecker-Filialen können Dorfläden werden

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Neues Geschäftsmodell: 100 Schlecker-Filialen können Dorfläden werden

Mit einer gründlichen Umstrukturierung könnte es bundesweit für 100 Schlecker-Standorte neue Hoffnung geben: Ehemalige Schlecker-Mitarbeiterinnen sollen mit nur einem Euro Startkapital einen Tante-Emma-Laden führen können - als Mini-GmbH.

Weg vom Drogeriemarkt, hin zum regionalen Mini-Supermarkt: Im Südwesten Deutschlands könnten rund 100 frühere Schlecker-Filialen künftig als kleine Tante-Emma-Läden weitergeführt werden. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi interessieren sich bisher bereits rund 40 frühere Schlecker-Mitarbeiterinnen für das Vorhaben. Sie wollen frühere Drogeriemärkte mit neuem Logo und dem Sortiment eines klassischen Dorfladens neu öffnen.

Ausgewählt wurden ehemalige Schlecker-Filialen, die vor der Unternehmenspleite einen hohen Umsatz hatten. Entstehen soll dann eine Art Mini-Supermarkt, der sich darauf spezialisiert, was in der jeweiligen Region benötigt und auch produziert wird.

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Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Mittwoch in Stuttgart berichtete, soll dazu für jeden Laden eine eigene Mini-GmbH gegründet werden. Für die kleinere Variante der GmbH reicht bereits ein Euro Startkapital. Eine übergeordnete Holding soll dann beispielsweise die Buchhaltung und den Einkauf übernehmen.

Die Geschäftsform der Mini-GmbH wurde 2009 eingeführt, um auch Gründern mit wenig Stammkapital den Weg frei zu machen. Zuvor war für einen Eintrag ins Handelsregister ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro nötig, bei den Mini-GmbHs ist es lediglich ein Euro. Die Gründer sind aber verpflichtet, mindestens ein Viertel ihres Jahresgewinns als Eigenkapital zurückzulegen. Sobald so die Grenze von 25.000 Euro erreicht wurde, wird die Mini-GmbH in eine reguläre GmbH umgewandelt. Die meisten dieser Gesellschaften gibt es in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

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Bis Ende Oktober sollen mindestens drei Läden das Modell erproben. Das Vorhaben ist zunächst auf Baden-Württemberg begrenzt. Bundesweit gibt es Verdi zufolge aber rund 1000 Standorte, die aufgrund ihres guten Umsatzes für eine Weiterführung infrage kämen.

Schlecker mit einstmals über 8000 Filialen meldete im Januar Insolvenz an. Ein Investor konnte nicht gefunden werden. In der Folge verloren über 27.000 Beschäftigte, überwiegend Frauen, ihren Job.

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