Nike ist raus : Adidas wird Ausrüster bei Manchester United

Nike ist raus : Adidas wird Ausrüster bei Manchester United

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Ein Fan-T-Shirt von Adidas mit Deutschlands vier WM-Sternen.

Für Sportartikelhersteller Adidas sind es erfolgreiche Tage. Dank des deutschen WM-Sieges darf das Unternehmen auf Umsatzzuwächse hoffen, außerdem trägt künftig auch Manchester United drei Streifen.

Adidas wird neuer Ausrüster des englischen Spitzenclubs Manchester United. Die Herzogenauracher werden von der Saison 2015/2016 an für zehn Jahre Partner des englischen Premier-League-Clubs, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Über den Deal war bereits spekuliert worden, nachdem der Adidas-Rivale Nike seinen Vertrag mit dem 20-maligen englischen Fußballmeister nicht verlängert hatte. In einem Interview mit der WirtschaftsWoche wollte Adidas-Chef Herber Hainer noch keinen Kommentar dazu abgeben.

Nach Angaben von Manchester United ist der Vertrag über die gesamte Laufzeit mit mindestens 750 Millionen Pfund (umgerechnet 943 Millionen Euro) dotiert. Während der Laufzeit des Vertrages peilt Adidas einen Umsatz in Höhe von insgesamt 1,5 Milliarden britischen Pfund an. Im Rahmen der Vereinbarung werde Adidas den Verein mit Produkten ausstatten und alle Teams des Clubs ausrüsten. Produkte, die das Markenzeichen beider Partner tragen, werden demnach weltweit exklusiv von den Franken vertrieben.

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„Diese Partnerschaft mit Manchester United unterstreicht deutlich unsere Marktführerschaft im Fußball und wird uns dabei helfen, unsere Position in wichtigen Märkten weltweit weiter zu stärken“, sagte Hainer laut Mitteilung. Manchester United sei eine der erfolgreichsten Sportmannschaften und blicke auf eine 137-jährige Geschichte zurück, in der das Team 62 Trophäen gewonnen habe. Seit der Saison 1997/98 seien alle Spiel des Clubs in der Premier League ausverkauft.

Adidas-Chef Herbert Hainer "Finale im Zeichen der drei Streifen"

Adidas-Vorstandschef Herbert Hainer über das WM-Finale, den ersten Ball der Welt mit einem eigenen Twitter-Account und Manchester United.

Adidas-Chef Herbert Hainer: "Finale im Zeichen der drei Streifen"

Der Adidas-Konzern, der mit mehr als 50.000 Mitarbeitern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro erwirtschaftete, hat bereits zahlreiche renommierte Fußball-Vereine unter Vertrag, darunter der deutsche Rekordmeister FC Bayern München, Real Madrid und der FC Chelsea. Ebenfalls ab 2015/2016 gehört auch der italienische Verein Juventus Turin in die Adidas-Liga.

Dazu gehört auch die Deutsche Nationalmannschaft. Nach dem WM-Sieg am Sonntag erhoffen sich Adidas sowie die anderen Ausrüster einen Umsatzschub. Während Adidas mit einem Zusatzgeschäft beim Verkauf von Vier-Sterne-Trikots der deutschen Nationalmannschaft rechnet, baut Puma auf den langfristigen Werbeeffekt des deutschen WM-Triumphs in Brasilien, erläuterten Firmenvertreter am Montag.

Geradezu euphorisch gab sich Adidas-Chef Herbert Hainer nach dem WM-Sieg. Er sieht in dem Titelgewinn im Maracanã-Stadion von Rio de Janeiro auch für den Sportartikelhersteller einen „herausragenden Erfolg“. „Weltmeister Deutschland und Argentinien trugen Adidas. Unser Fußball-Umsatz liegt auf Rekordniveau“, schwärmte Hainer.

Beflügelt von der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien und dem Sieg des deutschen Teams erwartet Hainer für dieses Jahr einen Umsatz mit Trikots, Fußballschuhen und Fußbällen von rund zwei Milliarden Euro. Etwas zurückhaltender äußerte sich Branchenprimus Nike: „Der WM-Sieg der deutschen Mannschaft kann eine Fußball-Euphorie auslösen, von der auch der Handel profitieren würde“.

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Derweil geht Adidas für dieses Jahr von mehr als 8 Millionen verkauften Trikots aus - „deutlich mehr als bei der Weltmeisterschaft 2010“, betonte Adidas-Chef Hainer. Bei der Fußball-WM vor vier Jahren hatte Adidas 6,5 Millionen Trikots abgesetzt.

Diese positiven Umsatzaussichten lassen auch die Börse jubeln. Die Papiere von Adidas legten bis zum Nachmittag um 2,91 Prozent auf 73,61 Euro zu. Auch der Dax profitiert vom deutschen Triumpf, er baute seine Auftaktgewinne bis zum Nachmittag auf plus 0,88 Prozent auf 9751 Punkte aus. In der Vorwoche war der deutsche Leitindex noch um fast dreieinhalb Prozent abgerutscht.

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